Malteser Mobilitätsdienst startet in Cottbus/Chóśebuz
Persönliche Begleitung für Pflegebedürftige und pflegende An- und Zugehörige – mit Eigenbeitrag von 5 Euro pro Fahrt
In Cottbus/Chóśebuz gibt es seit dem 1. Juli 2026 ein neues Unterstützungsangebot für Pflegebedürftige, Seniorinnen und Senioren sowie pflegende An- und Zugehörige. Der Mobilitätsdienst der Malteser Hilfsdienst gGmbH soll dazu beitragen, die Mobilität im Alltag zu sichern und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu erleichtern.
Begleitung von der Wohnungstür bis zum Ziel
Nach Angaben der Stadt geht das Angebot deutlich über eine reine Beförderung hinaus. Im Mittelpunkt steht die persönliche Begleitung von der Wohnungstür bis zum Zielort. Das geschulte Personal holt die Nutzerinnen und Nutzer direkt in der Wohnung ab, begleitet sie auf Wunsch während des gesamten Ausflugs oder Termins und bringt sie anschließend sicher wieder nach Hause.
Der Dienst soll insbesondere dort unterstützen, wo Wege nicht am fehlenden Fahrzeug scheitern, sondern an Hürden vor oder nach der Fahrt. Genannt werden unter anderem Treppen, die Orientierung vor Ort oder der Wunsch nach einer vertrauten Ansprechperson.
Reaktion auf Bedarf aus Befragung
Der Start des Mobilitätsdienstes ist nach Angaben der Pressemitteilung eine direkte Reaktion auf die Ergebnisse einer umfassenden Befragung pflegender Angehöriger in Cottbus/Chóśebuz. Die Rückmeldungen hätten einen Bedarf beim Thema Mobilität deutlich gemacht. Im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens wurde die Leistung an die Malteser Hilfsdienst gGmbH vergeben.
Für wen das Angebot gedacht ist
Das Angebot richtet sich an Cottbuser Bürgerinnen und Bürger, die zu mindestens einer der folgenden Gruppen gehören:
- Menschen mit einem anerkannten Pflegegrad nach dem SGB XI,
- von Pflegebedürftigkeit bedrohte Personen, darunter Menschen über 75 Jahre, Menschen mit Demenz oder multimorbiden Erkrankungen,
- pflegende An- und Zugehörige, die im Alltag Entlastung suchen.
Ziel des Mobilitätsdienstes ist es, die Selbstständigkeit der Betroffenen möglichst lange zu erhalten und ihre aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu sichern. Genutzt werden kann das Angebot etwa für Arztbesuche, Behördengänge, Einkaufsfahrten oder die Teilnahme an kulturellen und sozialen Veranstaltungen.
Förderung durch Landesprogramm
Ermöglicht wird der Mobilitätsdienst durch das Brandenburger Förderprogramm „Pflege vor Ort“. Das Programm unterstützt Kommunen beim Auf- und Ausbau pflegepräventiver Strukturen. Ziel ist es, Pflegebedürftigkeit nach Möglichkeit zu vermeiden oder hinauszuzögern und das Verbleiben im gewohnten häuslichen Umfeld zu stärken.
Eigenbeitrag pro Fahrt
Für die Nutzung des Mobilitätsdienstes wird ein Eigenbeitrag von 5,00 Euro pro Fahrt erhoben. Nach Angaben der Pressemitteilung soll dieser Beitrag dazu dienen, das Begleitangebot im Stadtgebiet nachhaltig und tragfähig zu etablieren.
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