Bernauer Bahnhofsvorplatz klimarobust umgestaltet

Bernau: Der Bahnhofsvorplatz ist nach Angaben der Stadt klimarobust umgestaltet und fertig. Mehr Grün, Wasserfläche und bessere Busanbindung.

Von Redaktion Bernau bei Berlin2 Min. Lesezeit
Foto zeigt eine begrünten Pergola am Bahnhofsvorplatz mit Sitzbänken darunter.

Foto: Stadt Bernau bei Berlin - Der Bürgermeister

Foto: Stadt Bernau bei Berlin - Der Bürgermeister

Der Bahnhofsvorplatz in Bernau ist nach Angaben der Stadt klimarobust umgestaltet worden. Die Bauarbeiten sind abgeschlossen, die Bauzäune fast vollständig verschwunden, die Wasserfläche ist in Betrieb. Aus einem stark versiegelten Verkehrsknoten sei damit ein grünerer Platz geworden, der besser auf Hitze und Starkregen vorbereitet ist und mehr Raum zum Ankommen, Warten und Verweilen bietet.

Die Stadt hebt hervor, dass die Umgestaltung unter laufendem Betrieb erfolgt ist. Der Platz ist ein zentraler Knotenpunkt: Pendlerinnen und Pendler steigen hier um, Kinder fahren mit dem Bus zur Schule, Gäste der Stadt kommen hier an. Gerade deshalb sei der Umbau besonders anspruchsvoll gewesen.

Bürgermeister „André Stahl“ wird in der Mitteilung so zitiert: „Der neue Bahnhofsvorplatz ist fertiggestellt: Er ist ein Beleg dafür, wie sich die Stadt auch unter veränderten klimatischen Bedingungen weiterentwickeln kann – grüner, widerstandsfähiger und mit mehr Lebensqualität für die Menschen, die hier jeden Tag unterwegs sind“.

Mehr Grün und neue Aufenthaltsbereiche

Wie der Platz aussehen soll, war bereits in der Planungsphase Thema einer Bürgerbeteiligung. Bei einer Abstimmung im Jahr 2021 setzte sich laut Stadt die nun umgesetzte Variante durch. Ihr Schwerpunkt: mehr Bäume, mehr Grün und mehr Aufenthaltsqualität.

Zum neuen Bild gehören klimaresiliente „Silberlinden, Zerr-Eichen, Japanische Schnurbäume, Baumhasel, Gleditsien, Hopfenbuchen und Amberbäume“. Wo zuvor vor allem Gehwegplatten lagen, wachsen nun „Katzenminze, Lavendel, Storchenschnabel, Stauden und Gräser“. Hinzu kommen entsiegelte Flächen, vergrößerte Baumscheiben sowie wasser- und luftdurchlässige Beläge. Sie sollen Regenwasser besser aufnehmen und sommerlicher Hitze entgegenwirken. Zugleich sollen neue Lebensräume für Insekten entstehen.

Neu angelegt wurde außerdem eine begehbare Wasserfläche mit Fontänen. Sie soll an heißen Tagen für Abkühlung sorgen, am Abend wird sie beleuchtet. Ergänzt wird das Angebot durch einen Trinkwasserbrunnen, ein Kneipp-Armbadebecken und Sitzbänke unter einer begrünten Pergola. Nach Angaben des städtischen Bauamts wurden außerdem zusätzliche Fahrradanlehnbügel, Sitzmöglichkeiten, Abfallbehälter, ein WC-Container und weitere Ausstattungselemente eingeplant.

Umbau im laufenden Betrieb

Mit der Neugestaltung wurde nach Darstellung der Stadt nicht nur die Klimaanpassung vorangetrieben. Der Bahnhofsvorplatz wurde zugleich als Verkehrsknotenpunkt weiter ausgebaut. Seit Anfang August gibt es dort eine dritte Busspur mit überdachtem Bussteig, Beleuchtung, Sitzgelegenheiten und taktilen Platten. Die Neuordnung der Bussteige soll für mehr Übersicht und Sicherheit im täglichen Busverkehr sorgen. Der Taxi-Haltepunkt erhielt zusätzlich eine weitere Wartefläche nahe der Zufahrt zur Parkpalette.

Kosten und Förderung

Für die Baumaßnahme des dritten Bussteigs nennt die Stadt Gesamtkosten von 410.000 Euro. Der Landkreis Barnim habe die Maßnahme im Rahmen seiner Richtlinie zur Verwendung von Fördermitteln zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse im ÖPNV mit etwas mehr als 133.000 Euro unterstützt.

In die klimarobuste Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes investierte die Stadt nach eigenen Angaben knapp 1,3 Millionen Euro. Rund 600.000 Euro stammen aus dem Förderprogramm „Nachhaltige Stadtentwicklung“ des Landes Brandenburg, kofinanziert aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)“.

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