Beelitz fordert verlässliche Zugverbindungen nach Potsdam und Berlin

Die Stadt Beelitz fordert vom Land Brandenburg ein dauerhaft verlässliches Zugangebot mit direkten Verbindungen nach Potsdam und Berlin. Bürgermeister Bernhard Knuth sieht die Stadtentwicklung gefährdet, wenn die angekündigten Einschränkungen bei RE 7, RB 33 und RB 37 umgesetzt werden.
Beelitz-Heilstätten hat nach Angaben der Stadt in den vergangenen zehn Jahren seine Einwohnerzahl vervierfacht. Derzeit leben dort rund 2.200 Menschen. Weitere Wohngebiete sind geplant. Auch in der Kernstadt konzentriert sich der Wohnungsbau auf die Nähe zum Bahnhof: Das Wohngebiet „Mein Beelitz“ ist fast fertiggestellt, und der Entwurf des Flächennutzungsplans sieht neue Wohnbebauung überwiegend in Bahnhofsnähe vor.
„Gemäß den Zielen des Landes haben wir unsere Stadtentwicklung entlang der Bahnstrecken konzentriert“, sagte Knuth. Dafür brauche es verlässliche direkte Zugverbindungen. Der Bürgermeister begrüßte eine Dringlichkeits-Resolution der Fraktion UKB/CDU an das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung und verlangte Nachbesserungen bei den drei Regionalbahnlinien.
Die Stadt verweist auf Einrichtungen, die gezielt nahe den Bahnhöfen entstanden sind. In Beelitz-Heilstätten gehören dazu ein neues Ortszentrum mit Schule, Kita, Ärztehaus, Supermarkt und betreutem Wohnen. Am Beelitzer Stadtbahnhof wurden das einzige Gymnasium im nordöstlichen Fläming um eine Sporthalle erweitert und ein neues Freibad errichtet. Die Stadt begründet die Bahnhofsnähe damit, dass diese Angebote auch für Menschen außerhalb Beelitz’ ohne Auto erreichbar sein sollen.
Knuth warnt, kürzere Züge und ein Jahr lang dauernde Umleitungen könnten dazu führen, dass Menschen auf das Auto umsteigen. Das widerspreche aus seiner Sicht den Zielen der Brandenburger Verkehrspolitik.
Eigene Anzeige
Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen
Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.