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Zugfahrt mit Wirtschaftsregion Lausitz zu Strukturwandelprojekten in zwei Hubs

Senftenberg und Lübbenau/Spreewald standen mit Projekten wie Niederlausitzhalle, Zechenhaus Brieske, Lokschuppen und GREEN HUB im Fokus

Von Neues aus Lübbenau/Spreewald / Lubnjow/Błotavor 5 Tagen

Mit einer gemeinsamen Zugfahrt haben die Wirtschaftsregion Lausitz GmbH, der Landkreis Oberspreewald-Lausitz sowie die Städte Senftenberg und Lübbenau/Spreewald am Dienstag verschiedene Strukturwandelprojekte im Landkreis in den Blick genommen. Die Veranstaltung sollte zeigen, wie sich der Wandel in den sogenannten Strukturwandel-Hubs Senftenberg und Lübbenau/Spreewald bereits konkret vor Ort auswirkt.

Teilgenommen haben Strukturwandelakteure, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie aus Vereinen und weiteren Institutionen der Region. Startpunkt der Reise war der Bahnhof Senftenberg. Dort begrüßten Heiko Jahn, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH, und Dr. Klaus Freytag, Beauftragter des Ministerpräsidenten für die Lausitz, die Gäste gemeinsam mit Robert Weidner, Erstem Beigeordneten des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, Senftenbergs Bürgermeister Andreas Pfeiffer sowie Patrick Boslau, Kämmerer der Stadt Lübbenau/Spreewald.

Projekte in Senftenberg vorgestellt

Zu Beginn präsentierten verschiedene Akteure ausgewählte Vorhaben und Entwicklungen aus Senftenberg und dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Ein Schwerpunkt lag auf der Zukunft der Niederlausitzhalle. Historisches Material und ein Modell zeigten die Geschichte des Ortes, aktuelle Visualisierungen gaben einen Ausblick auf die geplante Modernisierung. Mit einem Investitionsvolumen von mehr als 30 Millionen Euro zählt das Vorhaben zu den größten Strukturwandelprojekten der Stadt Senftenberg.

Auch das denkmalgeschützte Zechenhaus Brieske war Teil der Projektvorstellungen. Das Gebäude von 1909 soll künftig als zentrales Museumsdepot und Archiv des Museumsverbundes Oberspreewald-Lausitz genutzt werden. Zusätzlich ist ein öffentlich zugängliches Schaudepot vorgesehen, um den Ort als Teil der Industriekultur erlebbar zu machen.

Weitere Einblicke gaben die Imagekampagne „Die Lausitz. Krasse Gegend.“ mit einem Lausitz-Quiz sowie der Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg, das Museum des Landkreises Oberspreewald-Lausitz und der Teilhabefonds Brandenburg. Mit der Kaffeerösterei Markt 15 war zudem ein Senftenberger Unternehmen vertreten, das durch die Brandenburger JTF-Förderung als Unternehmen im Strukturwandel unterstützt wird.

Mit dem Regionalexpress nach Lübbenau/Spreewald

Um 16.14 Uhr fuhren die Teilnehmenden mit einem von der Deutschen Bahn AG im Design „Die Lausitz. Krasse Gegend“ gebrandeten Regionalexpress von Senftenberg nach Lübbenau/Spreewald. Die knapp 40-minütige Fahrt diente bewusst dem direkten Austausch. Als Gesprächspartner standen während der Fahrt Heiko Jahn, Dr. Klaus Freytag, Robert Weidner, Andreas Pfeiffer sowie Sindy Weiher vom Strukturwandelprojekt Coworking Space GREEN HUB zur Verfügung.

In Lübbenau/Spreewald führte Michael Jakobs, Geschäftsführer der WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald mbH, die Gäste zum alten Lokschuppen. Dort entsteht das Zentrum für regionale Erzeugnisse, in dem Erlebnisse rund um die Spreewaldgurke und andere regionale Produkte angeboten werden sollen.

Anschließend besichtigten die Teilnehmenden die Baustelle des Coworking Space GREEN HUB, der als wichtiger Ankerpunkt im Innovationskorridor Berlin-Lausitz bezeichnet wird. Für das Projekt wurden 2025 Strukturstärkungsmittel in Höhe von mehr als 20 Millionen Euro bewilligt.

Weitere Strukturwandelprojekte in Lübbenau/Spreewald

Die beiden Vorhaben stehen nach Angaben der Veranstalter beispielhaft für den strukturellen Wandel, den Lübbenau/Spreewald seit der Schließung des Kraftwerks in den 1990er-Jahren durchläuft. Sichtbar werde diese Entwicklung heute auch durch die Ansiedlung eines Rechenzentrums der Schwarz Gruppe, die Erweiterung des Industrie- und Gewerbegebietes „Am Spreewalddreieck“ sowie die Neuordnung der Bahnübergänge mit dem niveaufreien Verkehrskonzept.

Zum Abschluss gaben Patrick Boslau und Michael Jakobs in der Bunten Bühne einen Überblick über diese und weitere Strukturwandelprojekte der Stadt.

Dr. Klaus Freytag betonte, Senftenberg und Lübbenau zeigten auf unterschiedliche Weise, welche Chancen im Strukturwandel lägen. Es gehe um neue Arbeitsplätze, wirtschaftliche Entwicklung sowie attraktive Orte zum Leben und zur Begegnung. Die gemeinsame Zugfahrt habe deutlich gemacht, wie umfassend der Strukturwandel den Landkreis Oberspreewald-Lausitz bereits prägt und wie wichtig der direkte Austausch zwischen Projektverantwortlichen, Kommunen und weiteren Akteuren sei.

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Teilnehmende stehen als Gruppe auf einem Bahnhof; im Hintergrund ist die Bahn- bzw. Bahnhofsszene erkennbar.
Mehrere Teilnehmende einer Veranstaltung stehen in einer Gruppe; im Hintergrund ist eine Bahn- bzw. Bahnhofsszene zu erkennen.Foto: luebbenau-spreewald.deBild 1 von 3

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