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„formalästhetisch“ in der Stadtgalerie im Schützenhaus: Arbeiten von Christoph Mertens und Max Stiller

Kurator Frank W. Weber beschreibt den Fokus auf das Verhältnis von Objekt und Raum

Von Redaktion Werder (Havel)11.09.26, 15:28

Im KUNST-GESCHOSS in der Stadtgalerie im Schützenhaus ist am Mittwochabend die Ausstellung „formalästhetisch“ mit Arbeiten von Christoph Mertens und Max Stiller eröffnet worden. Bürgermeisterin Manuela Saß und Kurator Frank W. Weber begrüßten dazu rund 50 Gäste.

Mit Christoph Mertens aus Schäpe bei Beelitz und Max Stiller aus Köln treffen in der Ausstellung zwei Künstler aufeinander, die bislang nichts miteinander zu tun hatten und sich nach Angaben der Veranstalter dennoch hervorragend ergänzen. Beide arbeiten mit geometrischen Formen und beschäftigen sich mit dem Verhältnis von Objekt und Raum.

Zwei künstlerische Ansätze zum Raum

Der Maler Max Stiller arbeitet mit einem von ihm als „Trigonometrischer Kubismus“ bezeichneten Ansatz. Nach dem Prinzip des Kubismus zerlegt er Gesehenes in geometrische Formen. Dabei beschäftigt ihn die Frage, wie ein Objekt mit dem umgebenden Raum verbunden ist. Wie Stiller beschreibt, entsteht das Abbild des Gegenständlichen aus ungegenständlichen Formen konkreter Art, die erst in ihrer Summe eine Vorstellung visueller Wirklichkeit ergeben.

Der Bildhauer Christoph Mertens geht einen anderen Weg. Mit seinen Objekten gestaltet er den Raum selbst. Winkel sowie quadratische und diagonale Teilungen folgen dabei klaren Vorgaben. Reihung, Teilung, Faltung und Verschachtelung von Grundformen bestimmen seine Arbeiten. Die Skulpturen treten in Beziehung zu ihrer Umgebung und eröffnen neue Räume und Sichtweisen. Wer das Prinzip ihres Aufbaus erkannt hat, kann die Konstruktion im Kopf weiterführen.

Kurator Frank W. Weber sieht darin die Verbindung der beiden Positionen. Beide Künstler seien auf dem Weg, ein eigenes System des Raumes zu erschaffen, das der Besucher erkennen und gedanklich weiterverfolgen könne.

Öffnungszeiten und Eintritt

Die Ausstellung „formalästhetisch“ ist bis zum 25. Oktober 2026 im KUNST-GESCHOSS, Uferstraße 10 in Werder (Havel), zu sehen. Geöffnet ist donnerstags, samstags und sonntags jeweils von 13 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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„formalästhetisch“ in der Stadtgalerie im Schützenhaus: Arbeiten von Christoph Mertens und Max Stiller
„formalästhetisch“ in der Stadtgalerie im Schützenhaus: Arbeiten von Christoph Mertens und Max StillerFoto: Stadt Werder Havel HkxBild 1 von 2

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