Kinder in Strausberg sammeln Vorschläge für sicherere Schulwege

Rund 70 Kinder entwickelten bei einer Konferenz in Strausberg Vorschläge für sicherere Schulwege. Dunkle Orte bereiten ihnen besonders Sorgen.

Von Redaktionsteam Strausberg1 Min. Lesezeit

Rund 70 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen vier bis sechs haben bei einer Kinderkonferenz in Strausberg über sichere Schulwege beraten. Bei dem Treffen am 14. Oktober erarbeiteten sie konkrete Vorschläge, die nun an zuständige Stellen weitergegeben werden sollen.

Vertreten waren sechs Schulen: die Vorstadt-Grundschule, die Grundschule am Annatal, die Grundschule am Wäldchen, die Hegermühlen-Grundschule, die BundtStift_Grundschule und das Theodor-Fontane-Gymnasium. Beratend nahmen außerdem Radverkehrskoordinator Thomas Deuse, Stadtverordnete Karin Forbrig und zwei Vertreter der Polizeiinspektion Märkisch-Oderland teil.

Dunkle Orte bereiten besonders Sorgen

Besonders häufig nannten die Kinder dunkle und schlecht beleuchtete Orte, an denen sie sich unsicher fühlen. Diese Gefahrenstellen erhielten bei der abschließenden Abstimmung die größte Zustimmung. Als weitere problematische Bereiche wurden die Kreuzungen Hegermühlenstraße/Elisabethstraße und An der Stadtmauer/Wriezener Straße, die Fußgängerampel vor dem Theodor-Fontane-Gymnasium, die Prötzeler Chaussee auf Höhe der BundStift_Schulen sowie der Bahnhofsbereich und die Rudolf-Egelhofer-Straße in Vorstadt genannt.

Zu den Vorschlägen der Schülerinnen und Schüler gehören zusätzliche Zebrastreifen und Querungshilfen, eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h sowie eine längere Grünphase für Fußgänger. Auch die Verkehrssituation vor Schulen und Kitas wurde kritisch diskutiert.

Vorschläge gehen an zuständige Stellen

Um gefährliche Situationen durch Elterntaxis zu verringern, sollen Kinder darin bestärkt werden, ihren Schulweg selbstständig zurückzulegen. Eltern könnten mit Plakaten und Schildern für die Problematik sensibilisiert werden. Die Polizei bietet an, Schülerinnen und Schüler zu Schülerlotsen auszubilden. Interessierte können sich laut Mitteilung an den Bereich Prävention der Polizeiinspektion Märkisch-Oderland wenden.

Thomas Deuse nahm die Hinweise auf. Er arbeitet an einem Schulwegplan in Form eines Stadtplans, der Familien bei der Suche nach sicheren Wegen zur Schule helfen soll. Das Kinder- und Jugendparlament wird die Ergebnisse weiterbearbeiten. Das Konferenzprotokoll soll an die Polizeiinspektion Märkisch-Oderland, den Landkreis Märkisch-Oderland, den Fachbereich Technische Dienste der Stadtverwaltung und die Stadtverordneten gehen.

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