Senftenberg schließt Laden von falschen Ankäufern
Ein kurzfristig angemietetes Ladengeschäft in der Senftenberger Bahnhofstraße ist am Mittwoch, 21. Oktober, bei einer gemeinsamen Kontrolle des städtischen Ordnungsamtes und des Zolls geschlossen worden. Der Betreiber hatte dort als sogenannter fliegender Händler agiert. Die Behörden untersagten den Ankäufern die weitere Tätigkeit und verschlossen die Räume.
Die Stadt nimmt den Vorfall zum Anlass, vor zeitlich begrenzten Ankaufaktionen zu warnen. Beworben würden solche Angebote häufig mit Flyern, die den Ankauf unterschiedlicher Waren versprechen und mit wenigen Aktionstagen oder kostenlosen Hausbesuchen werben. Im aktuellen Fall waren fünf Aktionstage und Hausbesuche im Umkreis von 80 Kilometern angekündigt.
Der Handel mit Edelmetallen und Edelsteinen ist im Reisegewerbe untersagt. Die Stadt empfiehlt, Gold und Schmuck ausschließlich bei etablierten, ortsansässigen Fachgeschäften und Juwelieren zu verkaufen.
Warnzeichen bei Ankaufaktionen
Die Stadt rät, auf eine provisorische Ladeneinrichtung zu achten: Fehlen festes Mobiliar, eine Kasse, eine Schaufenstergestaltung oder geeichte Waagen, kann das auf eine nur vorübergehende Nutzung hindeuten. Auch Flyer, die einzelne Ankauftermine für Edelmetalle hervorheben und mit kurzer Gültigkeit zu schnellen Abschlüssen drängen, gelten als Warnzeichen. Vorsicht sei ebenfalls geboten, wenn keine ordnungsgemäßen Quittungen und Belege ausgestellt werden.
Wer verdächtige Beobachtungen macht, unzulässig bedrängt wird oder Fragen zu einem Händler hat, kann sich beim Ordnungsamt der Stadt Senftenberg unter 03573 701-220 melden. In dringenden Fällen soll die Polizei verständigt werden.
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