„Blaues Wunder“ soll gesichert und erhalten werden

Der Bagger soll zunächst gesichert werden; eine Verschrottung ist vorerst vom Tisch. Der Schaufelradbagger „Blaues Wunder“ bei Hörlitz soll gesichert und erhalten werden. Eine Verschrottung ist vorerst vom Tisch.

Von Redaktion Senftenberg1 Min. Lesezeit

Für den maroden Schaufelradbagger „Blaues Wunder“ auf der Kippe Hörlitz zeichnet sich eine Zukunft ab: Die Eigentümerkommunen Senftenberg, Großräschen und Schipkau haben sich mit den Denkmalbehörden darauf verständigt, das Industriedenkmal zunächst zu sichern und zu erhalten. Eine Verschrottung ist damit vorerst vom Tisch.

Das 4000 Tonnen schwere Stahlskelett soll zunächst stabilisiert werden. Grundlage für das weitere Vorgehen ist ein neues Gutachten eines Berliner Sachverständigenbüros. Demnach lässt sich der Bagger mit vergleichsweise einfachen Mitteln sichern. Parallel soll eine langfristige Lösung erarbeitet werden. Auch eine Verknüpfung mit neuen touristischen Ideen im Lausitzer Seenland steht im Raum.

Sicherheitsrisiken auf dem Gelände

Zu den ersten Schritten gehört es, lose Teile zu sichern. Außerdem wird geprüft, wie eine sichere Zufahrt geschaffen werden kann. Der derzeitige Weg führt über ein Sperrgebiet der LMBV. Nach Angaben der Gemeinde können sich aktuell Teile des Baggers lösen und herabfallen.

Schipkaus Bürgermeister Thomas Nützsche bat Besucher deshalb, die Zaunanlage zu beachten und das Gelände keinesfalls zu betreten.

Neue Grundlage für die Zukunftsplanung

Nützsche, der neue Bürgermeister von Schipkau, hat die Zukunft des Baggers zur Priorität gemacht und die Beteiligten an einen Tisch gebracht. Der 1964 erbaute Schaufelradbagger SRs 1500 steht für die industrielle Vergangenheit der Lausitz und die mehr als 200-jährige Maschinenbautradition der Region. Er gilt als eines der größten selbstfahrenden Arbeitsgeräte der Weltexterner Link, öffnet ein neues Fenster.

Der Bagger nahe dem Lausitzring ist seit Jahren Gegenstand von Diskussionen. Sein Zustand und Vandalismus hatten die Eigentümerkommunen zwischenzeitlich eine Verschrottung erwägen lassen. Das neue Gutachten soll nun eine sachliche Grundlage für die Sicherung und die weitere Planung bieten.

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