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KulturGutRetter sichern poröse Burgruinen-Rückwand in Mesendorf

Sicherung an der Burgruine in Mesendorf

In Pritzwalk ist die Rückwand der Burgruine im Gutspark gesichert.

KulturGutRetter stabilisierten die poröse Mauer in einem Einsatz vor Ort.

Der Einsatz dauerte vier Tage.

Das Team lagerte Ausrüstung und Material im Gemeindehaus neben der Burgruine.

Die Stabsstelle lag ebenfalls im Gemeindehaus direkt neben der Burgruine.

Ablauf der Sicherungsarbeiten

Die Arbeiten begannen mit dem Entfernen von Efeubewuchs an der Rückwand.

Die Entfernung zeigte das Ausmaß der Schäden.

Einzelne Steine waren ausgebrochen und heruntergefallen.

Andere Steine drohten nach Angaben der Beteiligten abzustürzen.

Außerdem bröckelte der Putz an vielen Stellen.

Wanja Wedekind begleitete den Einsatz für das Deutsche Archäologische Institut.

Das Deutsche Archäologische Institut hat seinen Sitz in Berlin.

Wedekind sagte, vor allem Frostschäden stünden hinter den Schäden.

Der alte Mörtel sei sehr kompakt und bindemittelreich.

Wedekind sagte aber auch, der Mörtel sei anfällig für Frostsprengung.

Erfassung und Mörtel für die Stabilisierung

Die KulturGutRetter erfassten die Schäden an der Rückwand zuerst.

Danach dokumentierten sie die Schäden.

Danach sammelten sie Steine in der unmittelbaren Umgebung.

Die KulturGutRetter setzten anschließend einen speziellen Kalkmörtel an.

Der Kalkmörtel sollte dem Originalmörtel sehr nahekommen.

Der Kalkmörtel besteht aus gebranntem Kalk und Sand.

Das Gemisch schichteten die KulturGutRetter in Lagen übereinander.

Sie benetzten jede Lage mit Wasser.

Danach ließen sie das Gemisch etwa einen Tag ruhen.

Danach verarbeiteten sie den Kalkmörtel weiter.

Durch gemahlenen Brandkalk und Wasser entstand der Kalkmörtel.

Mit diesem Kalkmörtel stabilisierten die KulturGutRetter die Mauer.

Überprüfung früherer Arbeiten und neue Aufnahmen

Die KulturGutRetter waren zuletzt im Juni in Mesendorf im Einsatz.

Damals sicherten sie bereits einen Teil der vorderen Außenwand der Ruine.

Bei dem aktuellen Aufenthalt überprüften sie auch diese Sicherung.

Sie dokumentierten den Zustand der vorderen Außenwand.

Die KulturGutRetter fertigten Aufnahmen mit einer Minidrohne an.

Außerdem entstanden 3-D-Aufnahmen für einen Vergleich.

Der Vergleich soll den Zustand vor und nach den Sicherungsarbeiten zeigen.

Einordnung des Teams und Ziel des Einsatzes

Die KulturGutRetter beschrieben ihren Auftrag in Mesendorf zuvor als abgeschlossen.

In Pritzwalk übten sie nun zum dritten Mal den Katastrophenfall.

Diesmal arbeitete ein 15-köpfiges Team aus ganz Deutschland in Mesendorf.

Aufgabe der KulturGutRetter und Trägerschaft

Die KulturGutRetter sind eine zivile Einheit für Einsätze nach Naturkatastrophen.

Die Einheit kommt zum Beispiel nach Erdbeben zum Einsatz.

Sie kommt auch nach kriegsbedingten Zerstörungen zum Einsatz.

Zur Einheit gehören unter anderem Denkmalpfleger.

Zur Einheit gehören auch Restauratoren.

Zur Einheit gehören außerdem Baufachleute.

Zur Einheit gehören auch Mitarbeiter des Deutschen Archäologischen Instituts.

Die Einheit heißt CHRU.

CHRU steht für Cultural Heritage Response Unit.

Das Auswärtige Amt finanziert die CHRU.

Die CHRU wird seit 2019 aufgebaut.

Die CHRU kümmert sich um mobile und immobile Kulturgüter.

Im Fall von Mesendorf ging es um immobile Kulturgüter.

Immobil bedeutet, dass die Kulturgüter als Bauwerke fest mit dem Ort verbunden sind.