Wasserknappheit bleibt Herausforderung in Brandenburg an der Havel
Sinkende Grundwasserstände und wiederholt niedrige Wasserstände in der Havel belasten den Wasserhaushalt in Brandenburg an der Havel. Die Stadt zieht eine Bilanz der Einschränkungen, die im Sommer 2026 zum Schutz der Wasserressourcen galten, und beschreibt weitere geplante Maßnahmen.
Einschränkungen galten von Juli bis September
Vom 1. Juli bis zum 30. September 2026 schränkte die Stadt die Entnahme von Wasser aus oberirdischen Gewässern und die Grundwassernutzung ein. Zusätzliche Belastungen des angespannten Wasserhaushalts sollten so vermieden werden.
Die untere Wasserbehörde stellte bei Kontrollfahrten keine Verstöße fest. In begründeten Einzelfällen waren Ausnahmen möglich. Oberbürgermeister Daniel Keip betonte, die Einschränkungen könnten den Wassermangel nicht allein beheben, aber dazu beitragen, Grundwasservorräte zu schonen und Gewässer vor zusätzlichen Entnahmen zu schützen.
Stadt plant Maßnahmen für Regenwasser und Wassermanagement
Die Stadt will darauf hinwirken, dass Regenwasser besser vor Ort versickert und Böden mehr Feuchtigkeit speichern. Die geplante Klimaanpassungsstrategie soll sich unter anderem mit Trockenheit, Hitze und Wasser befassen.
Außerdem ist eine Stelle für Wassermanagement geplant. Sie soll informieren, beraten und Beteiligte in der Arbeitsgruppe „Wasser“ zusammenbringen. Als Ziel nennt Amtsleiter Martin Dornblut eine Schwammstadt, die Regenwasser aufnimmt und speichert, statt es abzuleiten.
Nach Angaben der Stadt floss in der Havel seit Anfang Juni weniger Wasser, als für einen gesunden Lebensraum für Fische und andere Wasserlebewesen erforderlich ist. Seit dem trockenen Sommer 2018 hätten sich die Grundwasservorräte auch in zwischenzeitlich regenreichen Monaten nicht dauerhaft erholt. Die Stadt will die Entwicklung weiter beobachten und über notwendige Maßnahmen und deren Hintergründe informieren.
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