Neue Buslinie soll direkt zum Brandenburger Uniklinikum fahren
Patientinnen und Patienten, Besuchende und Beschäftigte sollen das Städtische Universitätsklinikum Brandenburg an der Havel künftig mit dem Bus direkt erreichen können. Die Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel (VBBr) planen dafür die neue Linie U, die zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2026 starten soll. Der Linienstart ist noch nicht endgültig beschlossen.
Die Linie soll wochentags den Anstieg vom Nicolaiplatz über die Hochstraße zum Klinikum vermeiden. Zu den Schichtwechseln am Morgen und am späten Abend ist außerdem eine Fahrt bis zum Hauptbahnhof vorgesehen.
Verlängerung der Linie 2
Die Linie U soll die bestehende Linie 2 verlängern. Von der Haltestelle Fontanestraße führt der geplante Weg über die Sprengel- und Robert-Koch-Straße zur Straße Am Marienberg und über die Bergstraße zum Nicolaiplatz. In Gegenrichtung soll der Bus durch die Hochstraße fahren und direkt vor dem Klinikum halten. Anschließend geht es über die Robert-Koch- und Sprengelstraße zurück zur Fontanestraße und weiter als Linie 2.
Geplant sind fünf neue Haltestellen: zwei an der Konrad-Sprengel-Schule, eine am Marienbad und zwei am Klinikum. Eine davon soll direkt vor dem Haupteingang in der Hochstraße liegen. In Gegenrichtung soll der Bus wegen der Einbahnstraße an der Kreuzung Robert-Koch-Straße und Hochstraße halten. Für die Haltestelle am Abzweig Robert-Koch-Straße ist ein Haltestellenkap vorgesehen, damit der Bus nicht einschwenken muss. Vereinzelt können Parkplätze wegfallen.
Start hängt von weiteren Entscheidungen ab
Die Linie ist Teil des Wirtschaftsplans 2027 der VBBr. Drei Ausschüsse beraten den Plan im November; anschließend sollen die Gesellschafterversammlungen der Technischen Werke Brandenburg an der Havel und der VBBr entscheiden. Bei Zustimmung will die Stadtverwaltung den vorbereiteten Linienantrag beim Landesamt einreichen. Oberbürgermeister Daniel Keip bezeichnete den 13. Dezember als Zieltermin, sofern das Verfahren zügig bearbeitet wird.
Für 2027 werden die Kosten der Anbindung auf rund 400.000 Euro geschätzt. Die Kalkulation umfasst Personal, Fahrzeuge, Diesel, Reinigung und Instandhaltung und beruht auf 16 Fahrten pro Tag von Montag bis Freitag. Ab 2028 soll die Linie mit neu beschafften Bussen fahren; dann werden wegen Abschreibung und Zinsen rund 440.000 Euro veranschlagt. Weitere Kostensteigerungen sind für die Folgejahre eingeplant.
Weitere bauliche Anpassungen sollen erst folgen, wenn die Linie voraussichtlich zwei Jahre in Betrieb war. Die VBBr will prüfen, wie die Linie angenommen wird; neben Fahrten zum Klinikum werden auch Fahrgäste zur Sprengelschule und zum Marienbad erwartet.
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