Tag des offenen Denkmals in Bernau: Wasserturm, Gaskessel und Museen im Fokus
Am 13. September erkundeten zahlreiche Interessierte Denkmäler, Gebäude und Museen – besonders gefragt waren Angebote mit begrenzten Kapazitäten.
Bernau zieht positive Bilanz zum Tag des offenen Denkmals
Trotz wechselhaftem Wetter haben am Sonntag, 13. September, zahlreiche Interessierte in Bernau Denkmäler, Gebäude und Museen erkundet. Zwischen 9 und 18 Uhr öffneten historische Stätten im gesamten Stadtgebiet ihre Türen für den bundesweiten Aktionstag.
Besonders gefragt waren Angebote mit begrenzten Kapazitäten. So waren bestimmte Führungen, darunter die durch den Bunker Ladeburg, bereits im Vorfeld vollständig ausgebucht. Andere Höhepunkte standen spontan und ganztägig zur Verfügung.
Der farblich in Rosa, Lila und Blau beleuchtete Wasserturm bot gemeinsam mit Livemusik eine besondere Atmosphäre. Dort waren über den Tag verteilt rund 500 Besuchende. Auch der Gaskessel, der sonst für die Öffentlichkeit geschlossen bleibt, zog viele Gäste an und ermöglichte neue Perspektiven auf das Stadtgebiet.
Das Museum im Steintor verzeichnete rund 300 Besuchende, das Museum im Henkerhaus begrüßte rund 250 Interessierte.
„Für viele Besuchende ist es besonders reizvoll, wenn Gebäude besichtigt werden können, die sonst nicht zugänglich sind – dazu zählen beispielsweise der Gaskessel und der Wasserturm. Natürlich erfordert das im Vorfeld ein höheres Maß an Planung. Aber wenn wir auf die Besucherzahlen vom Sonntag blicken, hat sich der Aufwand absolut gelohnt“, zog Projektleiterin Clara Kowarsch vom Kulturamt der Stadt ein positives Fazit.
Auch Bürgermeister André Stahl nutzte den Tag für den Austausch vor Ort. Im Besucherzentrum des Bauhaus-Denkmals kam er mit dem Staatssekretär für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Tobias Dünow, ins Gespräch. Im Rahmen seines Besuchs besichtigte Dünow neben dem UNESCO-Welterbe Bauhaus auch die Waldsiedlung in Bernau.
„Der Staatssekretär interessierte sich für das Welterbe in Bernau ganz allgemein und insbesondere im Zusammenhang mit den anstehenden Jubiläen. Im nächsten Jahr können wir 10 Jahre Welterbe in Bernau und fünf Jahre Besucherzentrum feiern“, berichtete Judit Klage, Leiterin des Besucherzentrums Bernau UNESCO-Welterbe Bauhaus.
Die Ausstellungsleiterin führte den Staatssekretär des Kulturministeriums und den Bernauer Bürgermeister mehr als 1,5 Stunden durch die Objekte und Ausstellungsräume am Standort in Bernau. Die ehemalige ADGB-Bundesschule und die Lehrerhäuser gehören seit 2017 zur Welterbestätte „Das Bauhaus und seine Stätten in Weimar, Dessau und Bernau“.
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