Offizielles Sprühen am Skatepark Rehberge: Graffitiwand mit Kindern und Jugendlichen
Bei einer Feier wurde eine legale Wand eröffnet, die von einem Bürgerhaushaltsbeschluss getragen und vom städtischen Kulturamt umgesetzt wurde
Am Skatepark Rehberge darf seit Freitag, dem 28. August, offiziell gesprayt werden. Dort wurde im Rahmen einer kleinen Feier eine Graffitiwand eröffnet, die sich Kinder und Jugendliche nach Angaben der Stadt schon lange gewünscht hatten. Mehr als 50 interessierte Jugendliche und Erwachsene nahmen an der Eröffnung teil und gestalteten die neue Fläche direkt mit eigenen Kunstwerken.
Die legale Graffitiwand geht auf einen Bürgerhaushaltsbeschluss aus dem Vorjahr zurück. Mit der Umsetzung wurde das städtische Kulturamt beauftragt.
Bürgermeister André Stahl betonte, dass es in der Stadt an vielen Orten Graffitis gebe, die nicht immer an dafür vorgesehenen Wänden entstanden seien. Umso mehr freue er sich, dass auch diesem Kunstgenre ein eigener Raum gegeben werde.
Kulturamtsmitarbeiterin Sabine Oswald-Göritz erklärte, Graffitis seien mehr als Schmierereien. Vielerorts seien tolle Kunstwerke zu sehen. Sie freue sich, dass nun eine offizielle Fläche für Graffitifans angeboten werde. Die Eröffnung der Graffitiwand, dem neuen Artspace, wurde vom Künstler Camilo Alfonso begleitet, der die Gäste an den Umgang mit der Spraydose heranführte.
Mit Farbdosen und Atemschutzmasken ausgestattet, machten sich die meist jugendlichen Gäste an die Arbeit. Die Fläche, die zuvor von der Malerfirma Radke und Klamann nach einem Farbkonzept von Camilo Alfonso vorbereitet worden war, verwandelte sich innerhalb kurzer Zeit in eine bunte, vielfältige und lebendige Collage.
Ein Teil der ersten Sprayer probierte Tipps und Tricks von Camilo Alfonso aus, während viele andere sofort loslegten und grazile wie auch großformatige Werke schufen. Zu sehen waren unter anderem Motive vom Lieblingsverein über Zeichen bis hin zu Aussagen wie „Du bist gut genug“.
Die legale Wand kann immer wieder neu bearbeitet werden und wird sich daher im Laufe der Zeit immer wieder verändern.
Regeln an der Graffitiwand
- Keine Diskriminierung: Kein Hate gegen Menschen oder Gruppen.
- Keine anstößigen Inhalte: Also nichts, was andere beleidigt, schockt oder eklig ist.
- Müll entsorgen: Dosen, Deckel und Papier gehören in die Tonnen, nicht auf den Boden.
- Nur die freigegebene Wand besprühen: Es gibt diese eine offizielle Graffitiwand im Skatepark. Alle anderen Wände, Flächen und Bereiche bleiben sauber.
- Respekt vor anderen Bildern: Nicht einfach über frische oder aufwendige Pieces gehen. Erst fragen oder anderen freien Platz suchen.
- Keine Schmierereien: Die Wand ist für Kunst, nicht für Tags oder Kritzeleien ohne Plan.
- Natur schützen: Pflanzen, Büsche, Bäume und alles Grün rund um die Wand bleiben unberührt. Nichts abbrechen, nicht darauf steigen und nicht als Ablage nutzen.
Ein weiterer Publikumsmagnet am Eröffnungstag war der Bernauer Rapper OKANE, der vor Ort einige Songs performte und zusätzliche Gäste anzog.
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