Neun Stolpersteine in Bernau: Erinnerung an Verfolgte des Nationalsozialismus
Verlegung am 25. September 2026 ab 14 Uhr an der Mühlenstraße und in der Berliner Straße – Teilnehmende sind willkommen.
Am Freitag, 25. September 2026, werden in Bernau neun neue Stolpersteine verlegt. Damit soll weiter an Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus vertrieben, deportiert oder ermordet wurden.
Stolpersteine erinnern in Bernau bereits an Schicksale einzelner jüdischer Bewohner: In der Bürgermeisterstraße liegen bisher fünf Stolpersteine, im Ortsteil Lobetal zwölf weitere.
Die Verlegung beginnt um 14 Uhr in der Mühlenstraße an der Ecke Grünstraße. Etwa eine halbe Stunde später wird sie in der Berliner Straße fortgesetzt. Interessierte Bernauerinnen und Bernauer sind ausdrücklich eingeladen, dazuzukommen und an der Verlegung teilzunehmen.
Bernaus Kulturamtsleiterin Franziska Radom begrüßte das Engagement der Arbeitsgemeinschaft Stolpersteine des Paulus-Praetorius-Gymnasiums und des Rotary-Clubs Bernau sowie der Georg-Rollenhagen-Grundschule. Sie sagte, dass sich die Stadt über neun weitere Erinnerungsorte freue.
Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Die im Boden eingelassenen Gedenksteine erinnern an das Schicksal von vertriebenen, deportierten oder ermordeten Menschen. Nach Angaben der Mitteilung wurden bisher mehr als 100.000 Steine in 31 europäischen Ländern verlegt; das Projekt gilt damit als das größte dezentrale Mahnmal weltweit.
Am 9. November werden anlässlich des Pogromgedenkens Blumen und Kerzen an den Erinnerungsort gelegt.
Eigene Anzeige
Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen
Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.
