Bronzezeitliches Gefäß aus Ladeburg erzählt von früher Bernauer Siedlungsgeschichte

Ein unscheinbares Tongefäß aus dem heutigen Bernauer Ortsteil Ladeburg gibt Einblick in die frühe Besiedlung der Region. Die Kegelhalsterrine stammt aus der Bronzezeit und wurde 1960 entdeckt. Das Museumsdepot führt sie als Objekt 5 von 15.653.
Das Gefäß hat einen gewölbten Bauch und einen nach oben enger werdenden Hals. Zwei Ösen daran dienten wahrscheinlich dazu, Schnüre zu befestigen und das Gefäß aufzuhängen. So ließen sich darin gelagerte Nahrungsmittel vor Ungeziefer schützen und Platz sparen.
Die schlichte Keramik ist weder verziert noch poliert. Das könne auf ein höheres Alter hinweisen, möglicherweise auf die frühe Bronzezeit um etwa 2000 vor Christus. Ebenso sei denkbar, dass das Gefäß schlicht im Alltag verwendet wurde.
Die ersten Hinweise auf eine Besiedlung des Gebiets der heutigen Innenstadt stammen laut Museum aus der Bronzezeit, also aus einer Zeit vor 3.000 bis mehr als 4.000 Jahren. Die Serie „Museumsgeschichten aus Bernau“ stellt das Gefäß als ein Fundstück aus einem selten beleuchteten Abschnitt der Stadtgeschichte vor.
„Das schwer vorstellbare Alter solcher Stücke fasziniert mich“, sagt Leo Grabsch, Mitarbeiter des Museums Bernau. Die Objekte ermöglichten ihm, eine Verbindung zu Menschen zu spüren, die vor mehr als 4.000 Jahren in einer anderen Lebensrealität lebten.
Eigene Anzeige
Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen
Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.