Historische Fotos zeigen Beelitz vor rund 100 Jahren

Historische Fotos geben Einblicke in Beelitz vor rund 100 Jahren: Die Ausstellung „Gesichter. Orte. Spuren.“ ist in der Poststraße 29 geöffnet.

Von Redaktion Beelitz1 Min. Lesezeit

Historische Aufnahmen aus dem Alltag der Ackerbürgerstadt sind in Beelitz nun öffentlich zu sehen. Die Ausstellung „Gesichter. Orte. Spuren.“ wurde am Dienstag, 13. Oktober, in der Poststraße 29 eröffnet. Zugleich ernannte die Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg das Gebäude zum Denkmal des Monats.

Zu den Bildern zählen Beschäftigte der Fleischerei Becker, die in den 1930er Jahren mit einer Kuh vor ihrem Hof stehen, ein kleiner Junge im Matrosenanzug auf einem Schaukelpferd sowie historische Hochzeitspaare und zahlreiche Beelitzerinnen und Beelitzer. Die Aufnahmen zeigen das Alltagsleben vor rund 100 Jahren. Besucherinnen und Besucher, die Personen oder Orte wiedererkennen, können ihre Hinweise auf Postkarten für die Museumsmitarbeiter festhalten.

Besuch donnerstags und samstags möglich

Die Ausstellung ist donnerstags und samstags jeweils von 11 bis 17 Uhr in der Poststraße 29 geöffnet. Mit ihr sind auch die historischen Räume des 1817 als kleinem Wohnhaus errichteten Gebäudes erstmals öffentlich zugänglich.

Die historischen Glasplatten wurden in der früheren Dunkelkammer einer Drogerie in der Poststraße 13 entdeckt. Christa Wolters überließ sie der Stadt; Raimund Petrasch reinigte, bearbeitete und digitalisierte die Aufnahmen. Die Ausstellung konzipierte die Firma Licht und Werbung Schumach.

Sanierung des Hauses

Das Haus stand seit Mitte der 1990er Jahre leer. Die Stadt sanierte es mit einer Förderung von Bund und Land in Höhe von 80 Prozent; investiert wurden rund 600.000 Euro. Vor der Sanierung war das Gebäude stark beschädigt: Regen drang bis ins Erdgeschoss des Wohnhauses, und der Lehm-Fachwerkbau im Hof war einsturzgefährdet.

Die Poststraße 29 ist das zwölfte Gebäude in Beelitz, das als Denkmal des Monats ausgezeichnet wurde. Einer der ersten Besucher der Ausstellung war Werner Höfchen, der in dem Haus geboren wurde und dort mehr als 20 Jahre lebte.

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