Neues Sportfördergesetz auf dem Weg

Deutsche Sporthilfe fordert effiziente Strukturen und stärkere Einbindung privater Mittel

Von Redaktion
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Nach intensiven Diskussionen liegt nun ein erster Entwurf für das neue Sportfördergesetz in Deutschland vor. Das Gesetz zielt darauf ab, die Förderung des Spitzensports grundlegend zu reformieren und besser an internationale Anforderungen anzupassen. Die Deutsche Sporthilfe äußert sich grundsätzlich positiv zum Entwurf, betont jedoch zentrale Voraussetzungen für dessen erfolgreiche Umsetzung.

Bewährte Strukturen statt neuer Bürokratie

Die Deutsche Sporthilfe legt großen Wert darauf, dass die Förderung auf existierende, gut funktionierende Strukturen aufbaut. Max, Vorstandsmitglied der Sporthilfe, hebt hervor: "Wir stehen bereit, unsere Expertise einzubringen, damit schnell, unbürokratisch und wirkungsvoll gearbeitet wird." Die Sporthilfe unterstützt insbesondere das geplante Individualbudget als potenziell zentrales Instrument, sofern dessen praktische Umsetzung gewährleistet ist.

Nach Ansicht der Organisation sollten neue Verwaltungsebenen vermieden werden. Dies könne Kosten senken und Bürokratie abbauen – Vorteile, die bereits vor der eigentlichen Umsetzung des Gesetzes spürbar würden.

Handlungsdruck durch internationale Anforderungen

Karin Orgeldinger, Vorstand der Sporthilfe, verweist auf die Dringlichkeit, die aus internationalen Wettbewerbsbedingungen erwächst. Für den langfristigen Erhalt der Leistungsfähigkeit sei eine zügige und durchdachte Umsetzung unverzichtbar. Sie fordert, die geplante neue Agentur mit klaren Kompetenzen, eindeutigen Verantwortungsbereichen und möglichst unabhängiger Struktur auszustatten.

Außerdem sollten die Gremien nach Erfahrung, Verantwortung und vielfältigen gesellschaftlichen Perspektiven besetzt werden. Nur so könne die Agentur effektiv und glaubwürdig agieren.

Öffentliche und private Finanzierung gemeinsam denken

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Reform ist die Rolle privater Mittel. Die Sporthilfe plädiert dafür, die Einwerbung privater Gelder als Ergänzung bestehender Förderstrukturen zu sehen. Privatwirtschaftliche Partner unterstützen bereits seit Jahrzehnten den Sport nachhaltig. Hartung, ebenfalls ein führendes Mitglied der Sporthilfe, betont: "Es geht um Wirkung, Effizienz und Glaubwürdigkeit. Nur wenn Spitzensport funktioniert, kann er auch für das stehen, wofür er steht: Leistung, Haltung und Zusammenhalt."

Die Rolle der Deutschen Sporthilfe

Seit 1967 fördert die Deutsche Sporthilfe erfolgreich deutsche Nachwuchs- und Spitzensportlerinnen und -sportler, insbesondere im Hinblick auf große internationale Wettbewerbe wie die kommenden Olympischen und Paralympischen Spiele in Mailand/Cortina d'Ampezzo 2026 und Los Angeles 2028. Insgesamt wurden bislang über 57.000 Athletinnen und Athleten unterstützt. Die Sporthilfe gilt damit als zentrales Element der Athletenförderung in Deutschland.

Starke Partner und staatliche Unterstützung

Zu den nationalen Förderern zählen Unternehmen wie Mercedes-Benz, eine große deutsche Bank, Telekom, PwC Deutschland, Post, Generali und Vermögensberatung. Diese Partner leisten einen bedeutenden Beitrag zur finanziellen Absicherung der Athletinnen und Athleten sowie zur gesellschaftspolitischen Arbeit der Stiftung. Die Förderung durch das Bundeskanzleramt erfolgt auf Grundlage eines Bundestagsbeschlusses.

Mit dem neuen Sportfördergesetz und einer engen Zusammenarbeit von Staat, Wirtschaft und Sportorganisationen steht Deutschland nun vor der Aufgabe, die Weichen für eine zukunftsfähige Spitzensportförderung zu stellen. Wie effektiv der Entwurf ist, wird sich an der schnellen und gebündelten Umsetzung zeigen.

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