Perleberg war Gastgeber des Konversionssommers 2026

Perleberg war Gastgeber des Konversionssommers 2026: Im Fokus standen die zivile Nachnutzung der Kaiserlichen Kasernen und des ehemaligen Flugplatzes.

Von Neues aus Perleberg1 Min. Lesezeit

Die Rolandstadt Perleberg war Gastgeber der Abschlussveranstaltung des Konversionssommers 2026. Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Institutionen und Fachministerien tauschten sich über die zivile Nachnutzung ehemaliger Militärflächen aus und besichtigten bei einer Bustour zwei Perleberger Standorte.

Der Konversionssommer stand unter dem Motto „Neues Land ohne Krieg“. Perleberg ist seit dem vergangenen Jahr Mitglied des Forums für Konversion und Stadtentwicklung im Land Brandenburg (FOKUS). Bürgermeister Axel Schmidt und Doreen Boßdorf, Bürgermeisterin der Gemeinde Niedergörsdorf und FOKUS-Sprecherin, begrüßten die Teilnehmenden im Rathaus.

Kaiserliche Kasernen und Flugplatz im Fokus

Schmidt und Ronald Otto, Geschäftsführer der GWG Wohnungsgesellschaft mbH Perleberg/Karstädt, stellten das Vorhaben „Kaiserliche Kasernen Perleberg“ vor. Die Stadt wolle dort ein weiteres Quartier entwickeln. Nach Angaben der Stadt sollen die ersten Gebäude durch die GWG umgestaltet werden: In einem ist ein Gesundheitscampus vorgesehen, in einem weiteren sollen Wohnungen entstehen. Das Vorhaben ist in das Bund-Länder-Programm „Wachstum und nachhaltige Entwicklung“ aufgenommen worden.

Alina Polzin von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben erläuterte das Engagement des Bundes auf Konversionsflächen. Am ehemaligen Perleberger Flugplatz seien Kampfmittel beräumt und eine Photovoltaikanlage umgesetzt worden. Die Teilnehmenden besichtigten beide Standorte und kamen dort mit den Verantwortlichen ins Gespräch.

Landesweite Aufgaben und weitere Veranstaltungen

Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement betonte in ihrem Grußwort, „dass Konversion weit mehr ist als die Entwicklung von Grundstücken. Es ist Stadt- und Regionalentwicklung sowie verantwortungsvoller Umgang mit unserer Geschichte“. Sie verwies darauf, dass nach Angaben der Brandenburgischen Boden Gesellschaft von den 100.000 Hektar vom Bund übernommener Flächen seit 1994 mehr als 91,5 Prozent verkauft und einer Nachnutzung zugeführt worden seien. Die verbleibenden 8,5 Prozent warteten noch auf eine Nachnutzung.

FOKUS wurde 1997 gegründet und begeht im kommenden Jahr sein 30-jähriges Bestehen. Der Konversionssommer findet seit 1998 jährlich statt. Für die Veranstaltungsreihe 2027 seien bereits 17 Anfragen eingegangen, hieß es bei der Abschlussveranstaltung.

Eigene Anzeige

Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

Jetzt anfragen→

Artikel teilen:

Quellen & Infos

Verantwortung

Redaktionell verantwortlich
Konrad Mayer