Perleberg lädt am 9. und 11. November zu Gedenken und Stefan-Zweig-Lesung ein

Perleberg beteiligt sich vom 9. bis 15. November am „Jüdischen Kaleidoskop“: Geplant sind Stolpersteinputzen und Gedenken sowie eine Lesung zu Stefan Zweig.

Von Neues aus Perleberg1 Min. Lesezeit

Perleberg beteiligt sich zum dritten Mal am „Jüdischen Kaleidoskop“. Die Themenwoche läuft vom 9. bis 15. November an verschiedenen Orten in Brandenburg. In Perleberg stehen eine Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht und eine Lesung auf dem Programm.

Gedenken und Reinigung der Stolpersteine

Am Montag, 9. November, beginnt um 17 Uhr eine etwa einstündige Gedenkveranstaltung an den Stolpersteinen in der Altstadt. Dabei werden die Stolpersteine auch gereinigt. Der Rundgang startet am Großen Markt 11, wo ein Stolperstein an die dort einst lebende Familie Sternberg erinnert, und führt über die Parchimer Straße und das Hohe Ende zur Karl-Marx-Straße.

An den vier Stolpersteinen tragen Schülerinnen und Schüler des Gottfried-Arnold-Gymnasiums Perleberg Texte zur Erinnerung an die Opfer der Pogromnacht 1938 in Perleberg sowie eigene Reflexionen zum Aufkeimen eines neuen Antisemitismus in Deutschlandexterner Link, öffnet ein neues Fenster vor. Das Bläserensemble der Kreismusikschule Prignitz begleitet die Veranstaltung. Einwohnerinnen und Einwohner sowie Gäste sind zur Teilnahme eingeladen.

Lesung im Judenhof

Am Mittwoch, 11. November, um 19 Uhr stellt Dr. Caroline Hähnel im Judenhof, Parchimer Straße 6A, anhand ausgewählter Texte Leben und Werk des österreichischen Schriftstellers Stefan Zweig (1881–1942) vor. Zweig wurde in eine jüdische Wiener Familie hineingeboren. Zu seinen bekannten Werken zählt die „Schachnovelle“; außerdem verfasste er Biografien über historische Persönlichkeiten wie Marie Antoinette, Maria Stuart und Erasmus von Rotterdamm. Der Eintritt zur Lesung ist frei.

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