Ausbau der Dobberziner Straße in Perleberg: Informationsveranstaltung zu Bauarbeiten und Sperrungen

Bauarbeiten am Ausbau der Dobberziner Straße starten in Perleberg im Oktober: Sperrungen, Bauabschnitte bis 2028 und Infos für Anlieger.

Von Neues aus Perleberg3 Min. Lesezeit

Im Oktober beginnen in Perleberg die Bauarbeiten zum grundhaften Ausbau der Dobberziner Straße. Über das Vorhaben und die damit verbundenen Sperrungen und Einschränkungen für Anlieger wurden die Betroffenen am Mittwochabend bei einer Informationsveranstaltung informiert. Mehr als 30 Teilnehmer kamen dazu, darunter Anwohner sowie Vertreter angrenzender Einrichtungen und Institutionen.

Nach Angaben von Bauamtsleiter Hagen Boddin startet im Oktober der erste Bauabschnitt. Er reicht von der Kreuzung Berliner Straße bis zur Kreuzung Karlstraße und soll im Sommer 2027 abgeschlossen sein. Anschließend folgt bis etwa April 2028 der zweite Bauabschnitt zwischen Karlstraße und Heinrich-Heine-Straße. Während der Bauarbeiten werden die jeweiligen Teilabschnitte gesperrt.

Die Stadt hat für die Planung das Ingenieurbüro Rauchenberger GmbH in Wittenberge beauftragt. Dessen Geschäftsführer Torsten Benecke teilte mit, dass das Unternehmen bereits 2024 mit den Planungen begonnen habe. Eingebunden waren auch die beiden Perleberger Wohnungsunternehmen GWG Wohnungsgesellschaft mbH Perleberg/Karstädt und Wohnungsgenossenschaft Perleberg eG.

Das Gesamtvorhaben umfasst rund 600 Meter zwischen Berliner Straße und Heinrich-Heine-Straße. Erneuert werden 3.950 Quadratmeter Fahrbahn, 3.840 Quadratmeter Gehweg und Nebenanlagen, zu denen auch die neuen Parktaschen neben der Fahrbahn gehören, sowie 1.060 Quadratmeter Grün- und Pflanzflächen.

Mit dem Straßenausbau wird auch die Oberflächenentwässerung erneuert. Vorgesehen sind ein neuer Regenwasserkanal, die erforderlichen Anschlussleitungen und Straßenabläufe sowie zwei Zisternen zur Regenwasserspeicherung für Bewässerungszwecke. Zudem erhält die Dobberziner Straße eine neue Straßenbeleuchtung. Dafür werden 1.300 Meter Kabel verlegt, 15 vorhandene Straßenleuchten umgesetzt und 18 neue aufgestellt.

Torsten Benecke erklärte, dass zunächst am Knotenpunkt Karlstraße mit den Arbeiten begonnen wird. In der Phase des ersten Bauabschnitts soll es eine Ampelregelung geben, damit Fahrzeuge von der Dobberziner Straße in die Karlstraße hinein und aus ihr heraus fahren können. Die Kita-Belieferung erfolgt nach seinen Angaben weiterhin wie bisher über die Einbahnstraße. Die Karlstraße zwischen Wilsnacker Straße und Dobberziner Straße sowie zunächst auch die Dobberziner Straße zwischen Berliner Straße und Karlstraße werden als Sackgassen ausgeschildert.

Auf Fragen zur Erreichbarkeit der Wohnhäuser wurde zugesichert, dass die fußläufige Erreichbarkeit immer gewährleistet sei. Für Carports und Garagen hinter den Häusern sollen temporäre Zufahrten eingerichtet werden. Diese Lösung sei bereits intensiv mit den Wohnungsunternehmen besprochen worden. Für Einzelhäuser sei die Situation allerdings schwieriger, da ihre Grundstücke während der Bauzeit nicht befahren werden können und Fahrzeuge außerhalb abgestellt werden müssen.

Die Anlieger wurden zudem darauf hingewiesen, sich bei Problemen während der Bauphase direkt an die Baufirmen vor Ort zu wenden. Ansprechpartner seien zwar auch das Bauamt und das Ingenieurbüro, die Firmen müssten jedoch vor Ort unmittelbar reagieren.

Auch die Anwohner der Friedensstraße äußerten Bedenken wegen der Zufahrt über die Genossenschaftsstraße und der Parksituation. Sie verwiesen dabei auf das DRK mit seinen Einrichtungen und Angeboten, Arztpraxen sowie einen altersgerechten Wohnblock. Bauamtsleiter Hagen Boddin sagte zu, das Thema noch einmal in der Verwaltung zu besprechen.

Im zweiten Bauabschnitt wird auch vor der Geschwister-Scholl-Grundschule gebaut. Benecke verwies darauf, dass der Platz vor der Schule bereits vor einigen Jahren gestaltet worden sei und die damaligen Vorgaben in die Planung eingeflossen seien. Vor der Schule soll eine verkehrsberuhigte Zone entstehen, in der Fahrzeuge nur Schrittgeschwindigkeit fahren dürfen. Einen Zebrastreifen wird es dort weiterhin nicht geben.

Mit Beginn der Bauarbeiten werden die Bushaltestellen vor der Schule bereits in die Heinrich-Heine-Straße verlegt, obwohl dort zunächst noch nicht gebaut wird. Die Schüler sollen sich dadurch rechtzeitig an die neue Situation gewöhnen.

Vor Baubeginn soll es eine weitere Anwohnerinformation geben. Zusätzlich ist eine Wurfsendung an alle Haushalte vorgesehen, in der auch die Ansprechpartner und deren Kontaktdaten genannt werden.

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