Wandlitzer Friedhofskapelle erhält Hublift

Die denkmalgeschützte Friedhofskapelle in Wandlitz ist nach ihrer Sanierung barrierefrei zugänglich. Ein neuer Hublift überwindet den Höhenunterschied am Haupteingang.

Von Neues aus Wandlitz1 Min. Lesezeit
Gruppe bei der Einweihung der Friedhofskapelle Wandlitz; die Bildunterschrift nennt die Anwesenden von links nach rechts.

Foto: Gemeinde Wandlitz

Foto: Gemeinde WandlitzBild 1 von 2

Die denkmalgeschützte Friedhofskapelle auf dem Wandlitzer Friedhof ist nun barrierefrei zugänglich. Im Mittelpunkt der Sanierung stand ein Hublift am Haupteingang. Die Kapelle wurde am Dienstag, 27. Oktober 2026, nach Abschluss der Bauarbeiten offiziell eingeweiht.

Zuvor war der Haupteingang, der deutlich über dem Geländeniveau liegt, nur über mehrere Treppenstufen erreichbar. Eine herkömmliche Rollstuhlrampe hätte wegen des Höhenunterschieds von rund 1,45 Metern mindestens 29 Meter lang sein müssen. In Abstimmung mit dem Ortsbeirat, der Arbeitsgruppe „Leben ohne Barrieren“ und dem Denkmalschutz fiel die Wahl auf einen Rollstuhllift am Hauptpodest an der Vorderseite des Gebäudes.

Historische Bausubstanz blieb erhalten

Die Umbauarbeiten umfassten außerdem Natursteinarbeiten, Maler- und Elektroarbeiten, eine modernisierte Heizungsanlage, die Ertüchtigung der Zugangstreppe, eine Freiraumgestaltung und eine Trockentrenntoilette. Die Friedhofskapelle und das zentrale Gräberfeld stehen seit 2021 in der Denkmalliste des Landes Brandenburg. Die baulichen Arbeiten mussten daher mit den denkmalrechtlichen Anforderungen vereinbart werden.

Die Gemeinde hatte 2020 eine Machbarkeitsstudie zum Sanierungsbedarf und zur barrierefreien Erschließung in Auftrag gegeben. Im Oktober 2022 fasste die Gemeindevertretung den Grundsatzbeschluss zur Sanierung. Die Kosten belaufen sich auf rund 285.000 Euro; 20.000 Euro davon förderte der Landkreis Barnim.

Bei der Einweihung wurde der neue Hublift von Marion Michaelis und Turan Özmen aus der Arbeitsgruppe „Leben ohne Barrieren“ getestet. Bürgermeister Oliver Borchert sagte in seiner Rede, es gebe in der Gemeinde noch Orte, an denen Menschen mit Beeinträchtigungen auf Hürden stießen. Barrierefreiheit müsse deshalb einen größeren Stellenwert bekommen.

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