Einfache Sprache
Ai Weiwei kritisiert anhaltende Zensur und warnt vor Einschränkungen der Meinungsfreiheit
Der chinesische Künstler Ai Weiwei kritisiert die Zensur in China.
Ai Weiwei äußerte sich dazu in der ARD-Talksendung „maischberger“.
Er sagte, die Gesellschaft werde dort weiterhin massiv kontrolliert.
Er sagte außerdem, es gebe in China keine Rede- und Meinungsfreiheit.
Nach seinen Worten erkennt China grundlegende menschliche Werte nicht an.
Dazu nannte Ai Weiwei Demokratie, Redefreiheit und die Unabhängigkeit des Rechtswesens.
Ai Weiwei bewertete diese Punkte als große Probleme.
Besorgnis wegen Zensur auch im Westen
Ai Weiwei äußerte zudem Besorgnis über westliche Entwicklungen.
Er sagte, Zensur und Einschränkungen der Meinungsfreiheit könnten auch in westlichen Ländern zunehmen.
Bericht über eine Reise nach China
Ai Weiwei berichtete über eine Reise nach China.
Er sagte, er habe vor kurzem erstmals seit zehn Jahren seine Mutter besucht.
Er sagte, die Polizei habe ihn bei der Einreise am Flughafen angehalten.
Er sagte, sein Sohn sei von ihm getrennt worden.
Ai Weiwei sagte, beide seien anschließend etwa zwei Stunden lang befragt worden.
Danach sagte Ai Weiwei, beide hätten drei Wochen lang ein normales Leben führen können.
Er sagte, das habe mit seiner Mutter zusammen in China möglich gewesen sein.
Ai Weiwei beschrieb China als sehr effizient.
Er sagte, der Zugriff auf ein Bankkonto habe nicht mehr als vier Minuten gedauert.
Er sagte, er habe das Bankkonto zehn Jahre lang nicht genutzt.
Ai Weiwei sagte, technische Dinge änderten sich in China sehr schnell.
Er sagte, das wirke „wie ein Wunder“.
Er sagte außerdem, die Gesellschaft sei weiterhin sehr stabil.
Er sagte zugleich, manche Dinge änderten sich nicht.
Ai Weiwei nannte als Beispiel die Parteilinie.
Rückkehr nach China
Ai Weiwei sagte, er könne sich vorstellen, ganz nach China zurückzugehen.
Er sagte, er wolle zurück.
Ai Weiwei sagte, er vermisse China.
Er sagte auch, obwohl er dort schlecht behandelt worden sei.
Sendetermin
Die Sendung „maischberger“ wird um 22:50 Uhr im Ersten ausgestrahlt.