Land Brandenburg unterstützt neues LF 10 für die Ortsfeuerwehr Derwitz

Innenminister Jan Redmann übergibt symbolischen Förderscheck bei den 20. Stadtmeisterschaften; Stadt finanziert zwei Feuerwehrboote für den Einsatz auf der Havel

Feuerwehrboot „Havelwächter“ bei der Taufe an der Regattastrecke in Werder (Havel).
Die Regattastrecke: Feuerwehrboote „Havelwächter“ und „Karl“ wurden getauft; im Text ist außerdem von weiteren Übergaben bei den Stadtmeisterschaften die Rede.Foto: Stadt Werder Havel HkxBild 1 von 3

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Werder (Havel) erhält Unterstützung des Landes Brandenburg für ein neues Löschfahrzeug. Innenminister Dr. Jan Redmann übergab am Samstag bei den 20. Stadtmeisterschaften einen symbolischen Förderscheck für ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 10 der Ortsfeuerwehr Derwitz. An der Regattastrecke wurden zudem zwei neue Feuerwehrboote „Havelwächter“ und „Karl“ getauft. Die Stadt finanzierte beide Boote aus eigenen Mitteln.

Bei dem Termin an der Regattastrecke waren unter anderem der 1. Beigeordnete Christian Große, die Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Annette Gottschalk und Werders Baumblütenkönigin Sabine Ritschel sowie zahlreiche Feuerwehrleute aus dem gesamten Stadtgebiet dabei.

Löschgruppenfahrzeug für Derwitz

Für die Ortsfeuerwehr Derwitz ist als nächste große Investition ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 10 vorgesehen. Das Land Brandenburg übernimmt 50 Prozent des Beschaffungspreises. Die Beschaffung ist Teil der im Gefahrenabwehrbedarfsplan festgelegten Erneuerung des Feuerwehrfuhrparks und erfolgt über ein zentrales Vergabeverfahren.

Das LF 10 ist ein vielseitig einsetzbares Feuerwehrfahrzeug für eine Löschgruppe mit neun Einsatzkräften. Es führt Löschwasser sowie Ausrüstung für Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung mit und ist damit für ein breites Einsatzspektrum ausgelegt.

Innenminister Dr. Jan Redmann sagte: „Gemeinsam sorgen Stadt und Land für eine starke und gut ausgestattete Feuerwehr. Das Geld ist gut investiert. Jeder Euro für die Feuerwehren ist ein Euro für mehr Sicherheit - mehr Sicherheit vor Bränden und Katastrophen, aber auch mehr Sicherheit für die Gemeinschaft. Denn die Feuerwehr in Werder ist wie die Feuerwehren in ganz Brandenburg weit mehr als eine Einsatzorganisation. Sie ist ein Ort des Zusammenhalts, ein sozialer Mittelpunkt und ein Symbol dafür, was möglich ist, wenn Menschen füreinander einstehen. Dafür möchte ich ihnen und ihren Familien im Namen der gesamten Landesregierung herzlich danken.“

Christian Große, 1. Beigeordneter der Stadt Werder (Havel), erklärte: „Das neue LF 10 wird die Ortsfeuerwehr Derwitz bei ihren Einsätzen deutlich stärken. Mit der Förderung des Landes können wir die notwendige Erneuerung unseres Feuerwehrfuhrparks weiter voranbringen. Dafür möchte ich mich ausdrücklich beim Land Brandenburg und bei Jan Redmann bedanken. Mit den beiden neuen Booten haben wir zudem rund 137.000 Euro aus städtischen Mitteln in die Einsatzfähigkeit auf unseren Gewässern investiert. Entscheidend ist, dass unsere Feuerwehr für ihre vielfältigen Aufgaben verlässlich und zeitgemäß ausgestattet ist.“

„Havelwächter“ für Werder und Glindow

Die Havelgewässer gehören zum Einsatzgebiet der Feuerwehr in Werder (Havel). Die Einsatzkräfte sind dort gefragt, wenn Schwimmer oder Boote in Not geraten, Menschen gesucht oder Sachwerte geborgen werden müssen.

Der neue „Havelwächter“ für die Ortsfeuerwehr Werder ist für solche Einsätze ausgestattet. Das 7,35 Meter lange Mehrzweckboot bietet acht Sitzplätze und wird von zwei Außenbordmotoren mit jeweils 56 PS angetrieben. Zur Ausstattung gehören unter anderem Sonarsystem, Tragkraftspritze und Löschmonitor. Die Kosten liegen bei rund 125.000 Euro.

Von der Neuanschaffung profitiert zugleich die Ortsfeuerwehr Glindow. Deren Rettungsboot musste wegen eines irreparablen Schadens außer Betrieb genommen werden. Deshalb wurde die ohnehin geplante Ersatzbeschaffung für Werder vorgezogen. Das bisherige Werderaner Mehrzweckboot wird nun an die Ortsfeuerwehr Glindow übergeben.

„Karl“ für den Plessower See

Das zweite neue Boot, „Karl“, gehört zur Ortsfeuerwehr Plessow. Das kompakte Rettungsboot wurde speziell für den Plessower See beschafft. Da der See keine große Einsetzstelle hat, muss das Boot von Einsatzkräften direkt zu Wasser gebracht werden können.

Das 3,50 Meter lange Festrumpfschlauchboot hat einen 15-PS-Außenbordmotor und kostete einschließlich Ausstattung und Trailer rund 12.400 Euro. Benannt wurde es nach Karl Knobloch, dem Gründer der Freiwilligen Feuerwehr Plessow.

Stefan Bohnebuck, Stellvertretender Stadtwehrführer, sagte: „Mit der Indienststellung des neuen Mehrzweckbootes in Werder und des Rettungsbootes in Plessow steigern wir unsere Fähigkeiten im Bereich der Wasserrettung und der Brandbekämpfung zu See deutlich. Wir tragen damit, auch auf lange Sicht, den Herausforderungen der ungebrochenen hohen touristischen Nutzung unserer Gewässer im Bereich der Havel Rechnung und sind für alle Szenarien bedarfsgerecht aufgestellt.“

Wettkämpfe der Jugend und Einsatzabteilungen

Bei den Stadtmeisterschaften waren zuvor Jugendfeuerwehren und Einsatzabteilungen gegeneinander angetreten. Nach den Wettkämpfen nahm Minister Redmann gemeinsam mit Christian Große und Stefan Bohnebuck die Siegerehrung vor.

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