Stasi-Ausstellung in Guben: Einblick in Überwachung und Vergangenheit
Vom 20. Mai bis 16. Juni 2025 zeigt das Stadt- und Industriemuseum Guben die Exposition „Stasi. Was war das?“, inklusive Bürgerberatung zur Akteneinsicht und Rehabilitierung.

Das Stadt- und Industriemuseum Guben widmet sich mit einer neuen Ausstellung dem Thema Staatssicherheit in der DDR. Vom 20. Mai bis zum 16. Juni 2025 können Besucher die Ausstellung „Stasi. Was war das?“ erleben. Im Fokus stehen die Strukturen, Methoden und die langfristigen Auswirkungen des Ministeriums für Staatssicherheit, das im ehemaligen Ostdeutschland eine zentrale Rolle spielte.
Einblick in ein bewegtes Kapitel der Geschichte
Die Ausstellung liefert fundierte Informationen über die verschiedenen Mechanismen der Überwachung und Kontrolle, die von der Stasi angewendet wurden. Anhand von historischen Bezügen und ausgewähltem Bildmaterial, etwa dem Ausschnitt eines Fotos vom 8. Februar 1980, wird deutlich, wie eng politische Entscheidungsträger wie Erich Honecker und Erich Mielke miteinander verbunden waren. Das Bild, das im Rahmen dieser Ankündigung genutzt werden darf, zeigt Mielke zum 30. Jahrestag des Ministeriums für Staatssicherheit.
Bürgerberatung zum Ausstellungsstart
Zum Auftakt der Ausstellung findet am Dienstag, den 20. Mai 2025, eine besondere Bürgerberatung statt. In der Zeit von 14:00 bis 18:00 Uhr stehen Mitarbeitende des Stasi-Unterlagen-Archivs Frankfurt (Oder) in der Alten Färberei / Ausstellungsraum für Gespräche bereit. Interessierte erhalten Informationen rund um die Akteneinsicht sowie zu Möglichkeiten der Rehabilitierung.
Relevanz für die Gegenwart
Die Aufarbeitung der Vergangenheit bleibt ein zentrales Thema – nicht nur für Betroffene, sondern auch für jüngere Generationen, die die DDR-Zeit und die Arbeit der Stasi aus heutiger Perspektive betrachten. Die Ausstellung lädt dazu ein, sich kritisch mit den Überwachungsmechanismen und deren Nachwirkungen auseinanderzusetzen.
Die Ausstellung bietet zudem einen Raum zum Dialog und zur individuellen Beratung. Sie schafft damit eine wichtige Brücke zwischen historischer Aufklärung und persönlicher Aufarbeitung.
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