Weltkriegsbombe in Cottbus entschärft

Am 3. Juni sperren Bahn und Straßen, rund 1.800 Menschen betroffen – umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen geplant

Von Redaktion Cottbus

Am Dienstag, dem 3. Juni 2025, steht Cottbus/Chóśebuz vor einer bedeutenden Herausforderung: Auf dem Bahngelände der Spremberger Vorstadt soll eine Weltkriegsbombe entschärft werden. Die damit verbundenen Maßnahmen bringen weitreichende Einschränkungen für Anwohner, Reisende und Institutionen mit sich.

Großeinsatz zur Bombenentschärfung im Stadtgebiet

Bereits ab 8:00 Uhr beginnt der Einsatz: Der Bereich um den Stadtring zwischen Bahnhof und Brücke wird vollständig gesperrt. Die Einsatzkräfte sammeln sich auf dem Parkplatz Knappschaft Stadtring, wo auch die Einsatzleitung und ein Pressetreffpunkt für Medienvertreter eingerichtet ist. Gabriele Bogacz steht dort für Auskünfte zur Verfügung.

Der Luftraum über dem Gelände wird gesperrt, ebenso ist das Betreten des Bau- und Bombenfundortes nicht gestattet. Begleitfahrten des Ordnungsamtes zur Überprüfung der Evakuierung sind nicht möglich.

Die Stadtverwaltung betont, dass mit Beginn der Arbeiten um 8:00 Uhr sämtliche Gebäude im betroffenen Sperrkreis geräumt sein müssen. Zur Unterstützung speziell betroffener Menschen werden Notmaßnahmen vorbereitet: Für Seniorenwohnanlagen ist ein Rettungsbus im Einsatz, rund 30 Rollstuhlfahrer und Rollator-Nutzer erhalten speziellen Transport. Sieben Personen mussten mehrfach umquartiert werden.

Verkehr und Versorgung: Schienenersatz, Sperrungen und Notunterkünfte

Die Entschärfung hat weitreichende Auswirkungen auf den Verkehr:

  • Der Bahnverkehr wird ab 9:00 Uhr eingestellt, auch der Hauptbahnhof wird evakuiert.
  • Ein Schienenersatzverkehr ist vorgesehen.
  • Vollsperrungen und kurzfristige Beschilderungen werden eingerichtet.
  • Etwa 1.800 Menschen sowie diverse Institutionen – darunter Pückler-Passage, Busbahnhof, neues Bahnwerk, Bürohäuser, Hotel und Schule – sind betroffen.
  • Notunterkünfte stehen für Reisende mit weiterreichenden Zielen zur Verfügung.
  • Für Betroffene wurde der Katastrophenschutz-Leuchtturm in der Lausitzer Rundschau-Straße 54 als Informationspunkt eingerichtet, betrieben vom DRK. Die Feuerwehr errichtet zudem vor Ort Notzelte. Nutzer des Leuchtturms werden gebeten, sich selbst zu verpflegen, ausreichend Getränke und erforderliche Medikamente mitzubringen. Der Zugang ist barrierefrei gestaltet.

    Arbeiten am Sprengkörper und Sicherheitsmaßnahmen

    Die Bombe, ein 250 Kilogramm schwerer Sprengsatz aus dem Zweiten Weltkrieg, wurde in der Vorwoche bei Bauarbeiten entdeckt. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) plant, die zwei Zünder auszubauen oder – falls nötig – mittels Wasserschneideanlage zu entfernen und anschließend zu sprengen. Über 200 Einsatzkräfte werden an der Aktion beteiligt sein. Nach Abschluss der Maßnahmen werden die Experten des KMBD an der Einsatzleitstelle für Auskünfte und O-Töne zur Verfügung stehen.

    Die Stadt Cottbus/Chóśebuz informiert während des gesamten Einsatzes auf ihrer Internetseite fortlaufend über die aktuelle Lage.

    Aktuelle Informationen zur Bombenentschärfunghttps://www.cottbus.de

    Informationskanäle und Kontaktmöglichkeiten

    Zu sämtlichen Fragen rund um die Bombenentschärfung richtet die Stadtverwaltung eine umfassende Auskunftsstelle ein:

    Für die Presse steht Gabriele Bogacz als Ansprechpartnerin am Einsatzleitstand zur Verfügung.

    Ausblick

    Die Sicherheit der Bevölkerung hat bei der bevorstehenden Bombenentschärfung höchste Priorität. Die koordinierten Maßnahmen, die umfassende Beteiligung der Einsatzkräfte sowie die eingeleitete Informationsstrategie sollen einen möglichst reibungslosen Ablauf garantieren. Die Stadt bittet alle Betroffenen um Verständnis und Kooperation, damit die Herausforderung gemeinsam sicher gemeistert werden kann.

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