Sorbische Zusammenarbeit im Fokus
Bundeskonferenz in Cottbus stärkt Kultur, Tourismus und kommunale Strukturen in der Lausitz

Die Bundeskonferenz der kreislichen Beauftragten für sorbische/wendische Angelegenheiten hat im Cottbuser Rathaus stattgefunden. Neben der offiziellen Begrüßung durch Bürgermeister Tobias Schick stand vor allem die Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Bundesländern zum Wohle der Sorben und der gesamten Lausitz im Fokus.
Erfahrungsaustausch und gemeinsame Initiativen
Im Rahmen des diesjährigen Treffens wurden verschiedene Themen diskutiert, die für die sorbische/wendische Gemeinschaft von Bedeutung sind. Besonders hervorzuheben ist die geplante, länderübergreifende Radfernroute mit dem Namen „Sorbische Impressionen / Serbske impresije“. Diese Initiative soll nicht nur den Tourismus fördern, sondern auch die Sichtbarkeit der sorbischen Kultur stärken.
Zudem wurden gemeinsame Fachtagungen der Landkreise mit sächsischen Bürgermeistern vorgestellt und Wege für eine effektivere Unterstützung der Kommunen und Ortsteile durch die kommunalen Beauftragten im gesamten traditionellen Siedlungsgebiet erörtert. Ziel ist es, die Strukturen weiter zu vernetzen und die Rahmenbedingungen für sorbische und wendische Belange zu optimieren.
Einblick in den Austausch
Anna Kossatz-Kosel, die Cottbuser Sorben/Wenden-Beauftragte und erste Sprecherin der Bundeskonferenz, betonte die Bedeutung dieser regelmäßigen Treffen. Sie erklärte:
„Dieser jährliche Erfahrungsaustausch, ein struktureller und gesetzlicher Vergleich sowie das Aufzeigen von Best-Practice-Beispielen, ist für die Arbeit sorbischer/wendischer Angelegenheiten für alle gewinnbringend.“
Kulturelle Höhepunkte
Abseits der Diskussionen konnten die Teilnehmenden auch kulturelle Akzente setzen. Ein besonderes Highlight war der Ehrentanz Zapust, der gemeinsam mit dem Festumzug des niedersorbischen Gymnasiums im Rathaus gefeiert wurde. Damit wurde die Bedeutung der sorbischen Bräuche und Traditionen einmal mehr unterstrichen.
Bedeutung für die Region
Die Konferenz zeigte erneut, wie wichtig die landesübergreifende Zusammenarbeit sowie der Austausch über Rahmenbedingungen und Fördermöglichkeiten für die sorbische/wendische Bevölkerung sind. Eine Vernetzung und der regelmäßige Dialog aller Beteiligten werden als Schlüssel für eine erfolgreiche und zukunftsfähige Entwicklung gesehen.
Weitere Informationen zur Arbeit der Beauftragten und zu geplanten Projekten werden voraussichtlich im Laufe des Jahres bekannt gegeben.
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