Mut aus dem Koffer: Neues Projekt gegen Rassismus

Cottbuser Fachkräfte erhalten Toleranzpreis 2025 für interaktive Schulungen in der Jugendhilfe

Von Redaktion Cottbus

Drei engagierte Fachkräfte aus der sozialen Praxis setzen sich in Cottbus mit einem mutigen Projekt für mehr Toleranz und gegen Rassismus ein. Ihr gemeinsames Vorhaben, das den Namen „Mut aus dem Koffer“ trägt, richtet sich an Kinder, Jugendliche und Fachkräfte im Bereich Jugendhilfe. Das innovative Konzept wurde mit dem 1. Platz des Toleranzpreises 2025 des Cottbuser Aufbruchs ausgezeichnet.

„Mut aus dem Koffer“: Ansatz und Ziele

Mira Weißflog, Judith Oelsch (SOS-Kinderdorf Lausitz e.V.) und Sandra Jurack (Stadtverwaltung Cottbus / Chóśebuz) haben „Mut aus dem Koffer“ entwickelt, um Vorurteile abzubauen und Zivilcourage zu stärken. Das Projekt schafft einen geschützten Raum, in dem Diskriminierung offen angesprochen und gemeinsam reflektiert werden kann.

Im Mittelpunkt stehen folgende Ziele:

  • Vorurteile frühzeitig abbauen
  • Zivilcourage bei jungen Menschen fördern
  • Diskriminierung sichtbar machen und besprechbar gestalten
  • Methoden für einen respektvollen Umgang vermitteln
  • Dabei wird Wert auf altersgerechte und lebensweltnahe Beispiele gelegt. Gemeinsam mit den Teilnehmenden erarbeiten die Initiatorinnen Strategien für einen toleranten und inklusiven Alltag.

    Struktur und Umsetzung

    Das Projekt arbeitet mit interaktiven Modulen, Stationen und Diskussionsrunden, um Empathie zu fördern und Handlungskompetenz im Umgang mit Rassismus auszubauen. Die Lernenden werden dazu angeregt, ihre Erfahrungen einzubringen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

    Ein wichtiger Bestandteil ist die Ausbildung von Multiplikator*innen: Pädagogische Schulungen ermöglichen die direkte Anwendung der Methoden. Absolvent*innen dieser Trainings erhalten ein Zertifikat und können den Koffer für die eigene Arbeit ausleihen.

    Das verbundene Preisgeld geht gezielt in die Anschaffung eines zweiten Koffers: So wird es künftig noch mehr Fachkräften ermöglicht, die Materialien und Methoden einzusetzen – mit dem Ziel, möglichst viele Kinder und Jugendliche zu erreichen.

    Langfristige Wirkung und gesellschaftliche Bedeutung

    „Mut aus dem Koffer“ trägt zu einer inklusiven Gesellschaft bei, in der Rassismus kein Tabuthema bleibt. Die Förderung von Respekt, Teilhabe und eine offene Diskussionskultur stehen im Zentrum – damit Kinder und Jugendliche gestärkt werden, sich gegen Ausgrenzung und Diskriminierung zu engagieren.

    Schulungen und Kontaktmöglichkeiten

    Interessierte Fachkräfte können sich für weitere Schulungen anmelden, um als Multiplikator*innen zu wirken. Das Projektteam nimmt Anfragen per E-Mail entgegen. Die Kontaktdaten des Büros des Oberbürgermeisters in Cottbus können ebenfalls für allgemeine Rückfragen genutzt werden.

    „Mut aus dem Koffer“ setzt ein starkes Zeichen für Vielfalt und Toleranz in Cottbus – und öffnet Türen für ein respektvolleres Miteinander im Alltag.

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