Gerettetes Wandmosaik kehrt an Grundschule zurück

Horst Rings Werk aus dem Jahr 1985 wurde an der Brunschwigpark-Schule eingeweiht – nach Rettung, Lagerung im Museum und Sanierung der Mensa.

Von Redaktion Cottbus
Gerettetes Wandmosaik kehrt an Grundschule zurück
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An der Grundschule Brunschwigpark ist am heutigen Montag ein wiederentdecktes Wandmosaik des Künstlers Horst Ring nach der Restaurierung eingeweiht worden. Das Werk, das über Jahre hinweg gesichert, eingelagert und nun wieder angebracht wurde, ist damit erneut im Schulgebäude präsent.

Wiederkehr eines geretteten Wandbildes

Das Mosaik wurde im Zuge der Sanierung des Schulgebäudes in der Hallenser Straße restauriert, repariert und in der Mensa angebracht. Nach Angaben aus der Mitteilung war das Wandbild bereits 1985 geschaffen worden. Beim Abriss im Jahr 2011 wurde es gerettet und schließlich im Museum eingelagert.

Die Motive stammen aus der Lausitz und greifen den Wandel der Region auf. Zu sehen ist, wie Bagger Ortschaften abreißen, um Kohle zu fördern, und wie die Spree den Betrachter zum damals gerade entstehenden Neubaugebiet Schmellwitz trägt. Ein auffälliges Detail: An einem der Kirchtürme zeigt die Uhr kurz vor 12.

Einordnung durch Stadt, Schule und Künstler

Für die Wiederherstellung und Installation des Wandmosaiks wurden rund 45.000 Euro aufgewendet. Die Einweihung wurde von mehreren Stimmen begleitet, die das Werk sowohl künstlerisch als auch pädagogisch einordnen.

  • Eike Belle, Kultur- und Bildungsdezernentin, verwies auf „365 Kacheln“ und auf Themen wie Wandel, Verlust, Transformation und Entwicklung.
  • Horst Ring sprach von einer wunderbaren Sache und betonte, dass Alt und Neu zusammenwachsen sollen.
  • Beate Wuttke, Schulleiterin, stellte heraus, dass das Wandbild mehr sei als eine Verschönerung der Schule und Teil des Unterrichts werden soll.
  • Martin Maleschka, Architekt und Experte für ostmoderne baubezogene Kunst, bezeichnete die Rückkehr des Mosaiks an die Wand als Mehrwert für die Kinder, die Schule, Horst Ring und die Stadt.
  • Bedeutung für Schule und Stadt

    Mit der Anbringung in der Mensa erhält das Werk einen neuen Ort im Alltag der Schule. Zugleich bleibt es eng mit seiner Geschichte verbunden: mit der Rettung beim Abriss, der langen Zwischenlagerung und der erneuten Sichtbarmachung nach der Sanierung. Nach den Worten der Schulleiterin soll das Wandbild einen anderen Blick auf die Welt eröffnen.

    Die Einweihung markiert damit nicht nur die Rückkehr eines Kunstwerks, sondern auch die Verbindung von Erinnerung, Bildung und baulicher Erneuerung. Das Mosaik wird so zu einem sichtbaren Bestandteil des Schulgebäudes und des schulischen Umfelds.

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