Cottbus startet Stadion-Sanierung und Garagenreform
Beschleunigtes Bauprojekt für FC Energie Stadion und neues Mietkonzept für 53 Garagenstandorte mit Preisdeckel ab Januar
Die Stadt Cottbus setzt aktuell wichtige Impulse für die Entwicklung ihrer Infrastruktur. Zwei zentrale Themen stehen dabei im Fokus: die dringend notwendige Sanierung des Stadions des FC Energie Cottbus und ein neues Konzept zur Nutzung städtischer Garagenstandorte. Im Folgenden werden die Pläne und Hintergründe dieser Vorhaben kompakt zusammengefasst.
Modellprojekt: Stadion-Sanierung für FC Energie Cottbus
Die Sanierung des Stadions Cottbus, Eigentum des Drittligisten FC Energie, soll nach dem Vorschlag von Oberbürgermeister Tobias Schick beschleunigt umgesetzt werden. In Zusammenarbeit mit den zuständigen Landesbehörden soll ein Modellprojekt initiiert werden, das als Vorbild für zügige Bauvorhaben in der Region dienen könnte.
Tobias Schick betonte: „Wir reden immer von Entbürokratisierung und Beschleunigung. Wir brauchen den ‚Bau-Turbo‘. Dieser Stelle ist es dringend geboten, modellhaft begleitet zu werden, zumal die notwendigen Gelder seitens des Landes zugesagt sind. Wichtige, aber lange Debatten setzen wenig. Wir müssen schneller sein, damit Menschen nicht nur beim FCE sehen, dass wir verwirklichen, was besprochen und im Konsens steht.“
Bereits im Frühjahr hatten das Land Brandenburg und die Stadt Cottbus finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt, um die sportlichen Ambitionen – insbesondere den möglichen Aufstieg in die 2. Bundesliga – abzusichern. Parallel wird untersucht, ob das Stadion zu einer Multifunktionsarena weiterentwickelt werden kann oder ein Neubau an einem anderen Standort sinnvoll wäre.
Neue Perspektiven für Garagenstandorte
Mit einem umfassenden Garagenkonzept werden erstmals die Perspektiven für insgesamt 53 Garagenstandorte in Cottbus beschrieben. Die Stadtverwaltung hat hierzu einen Arbeitsauftrag erteilt. Bereits im Dezember soll ein erster Entwurf vorliegen.
Transparenz und Planungssicherheit für Eigentümer und Pächter
Das Konzept soll offenlegen, welche Standorte in welchem Zeitraum für Investitionen, Wohnungsbau, Unternehmensansiedlungen und die Schaffung von Arbeitsplätzen genutzt werden können. Ein ist denkbar, um die Zeiträume und Nutzungsoptionen übersichtlich darzustellen.
Betroffen von diesen Neuerungen sind etwa 500 Eigentümer und rund 3.700 Pachtverhältnisse, die zum 1. Januar in reguläre Mietverhältnisse überführt werden sollen. Damit passt die Stadtverwaltung die bisherigen Gegebenheiten an geltendes deutsches Recht an.
Im Rahmen der Umstellung wurden im Juni die Kündigungen der bestehenden Pachtverträge ausgesprochen und ein Angebot zu Mietverträgen unterbreitet. Nach Rechtsauffassung der Verwaltung ist eine Rücknahme der Kündigungen ausgeschlossen.
Die Stadt sieht zudem eine Mietpreisdeckelung auf dem Niveau von 2026 vor, wie im Haushaltsentwurf festgeschrieben. Der Betrag beträgt dabei 245 Euro pro Jahr.
Weitere Schritte und Zeitplan
Die Stadt Cottbus stellt mit diesen Initiativen die Weichen für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung. Klare Kommunikation, transparente Konzepte und rasches Handeln sollen sowohl für die Sportlandschaft als auch für die Nutzung von Infrastruktur neue Perspektiven eröffnen.
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