Cottbus setzt auf Sicherheit und Inklusion

Baumfällung in Ströbitz, Fachtag für Eltern mit volljährigen Kindern mit Behinderung und Thementag zur beruflichen Teilhabe

Von Redaktion Cottbus

Die Stadt Cottbus/Chóśebuz informiert über drei aktuelle Entwicklungen, die sowohl für das öffentliche Leben als auch für Familien und Menschen mit Behinderung von Bedeutung sind. Im Mittelpunkt stehen die kurzfristige Baumfällung in Ströbitz, die Wiederauflage eines erfolgreichen Fachtags für Eltern volljährig werdender Kinder mit Behinderung sowie ein Thementag zu mehr Inklusion auf dem Arbeitsmarkt.

Baumfällung in Ströbitz – Verkehrssicherheit im Fokus

In der August-Bebel-Straße 43, auf Höhe der Bauhaus-Schule, muss kurzfristig eine Linde entfernt werden. Der Baum ist am Stammfuß mit dem Brand-Krustenpilz befallen, was eine akute Bruchgefahr verursacht. Die Maßnahme dient der Sicherstellung der Verkehrssicherheit und wird daher zeitnah durchgeführt.

Fachtag „Mein Kind wird 18“: Themenvorschläge gesucht

Mit der Volljährigkeit von Kindern ändern sich für Eltern zahlreiche rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen. Das Sorgerecht endet, und neue Regelungen zur Geschäftsfähigkeit und Ansprüchen auf Sozialleistungen greifen. Auch die Fortsetzung von Kindergeld, Steuerfreibeträgen sowie Details zur Kranken- und Pflegeversicherung werden relevant.

Der kürzlich abgehaltene Fachtag „Mein Kind wird 18“ hat deutlich gemacht, wie groß der Informationsbedarf bei betroffenen Eltern in Cottbus/Chóśebuz ist. Rund 70 Teilnehmende nutzten die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich zu informieren. Getragen wurde die Veranstaltung von der Elterngruppe „…“, dem Landesverband der Körper- und Mehrfachbehinderten Berlin sowie dem Beirat des Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderung der Stadt Cottbus/Chóśebuz, Dr. Normen Franzke.

Aufgrund der hohen Resonanz wird die Veranstaltungsreihe erneut angeboten. Interessierte Eltern und Betroffene sind eingeladen, Themenvorschläge einzureichen, die beim nächsten Termin gezielt behandelt werden sollen. Ziel ist es, einen möglichst umfassenden Überblick über den Übergang ins Erwachsenenleben bei bestehender Behinderung zu bieten. Im Land Brandenburg leben etwa 17.000 Menschen mit einer anerkannten Schwerbehinderung, darunter etwa 800 Kinder und Jugendliche.

Thementag: Wege zum inklusiven Arbeitsmarkt

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Thementag „Wege zum inklusiven Arbeitsmarkt – Das Budget für Ausbildung etablieren“. Seit 2020 bietet das Budget für Ausbildung Menschen mit Behinderung die Möglichkeit, eine reguläre betriebliche Berufsausbildung zu absolvieren. Diese Leistung ist ein zentrales Instrument für eine gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsleben. Allerdings zeigt die Erfahrung in Brandenburg bislang eine nur geringe Nutzung dieses Budgets.

Um diese Hemmnisse zu thematisieren und Lösungen zu entwickeln, findet am Dienstag, den 15., im Menschenrechtszentrum ein Thementag statt. Veranstaltet wird er gemeinsam von der Stadt und dem Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderung. Ziel ist es, die Vernetzung wichtiger Akteurinnen und Akteure zu stärken und die Nutzung des Budgets voranzutreiben.

Die Vorsitzende des Landesbehindertenbeirats (LBB), Monika Paulat, betont die Chance, die der Thementag bietet:

„Der Thementag ist eine große Chance, um das Budget für die Praxis zu etablieren. Menschen mit Behinderung sollen tatsächliche Möglichkeiten erhalten, eine Ausbildung zu absolvieren. Nur das ist wahre Inklusion.“

Maren Dieckmann, Leiterin des Sozialamtes, unterstützt das Engagement ausdrücklich. Sie weist darauf hin, dass die Zahl der Unterstützungsfälle bislang sehr gering ist und dass Förderprogramme stärker publik gemacht werden müssen. Stand 1. Februar leben in Cottbus/Chóśebuz 18.041 Menschen mit einer Behinderung, mit steigender Tendenz.

Ausblick und Kontakt

Die entwickelten Maßnahmen und Veranstaltungen zeigen, dass die Themen Inklusion, Teilhabe und Sicherheit weiterhin auf der kommunalen Agenda stehen. Die Stadt Cottbus/Chóśebuz setzt damit wichtige Impulse, um Betroffene, Familien und die Öffentlichkeit umfassend zu informieren und zu unterstützen.

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