Cottbus setzt auf Innovationen: Neue Perspektiven für Wirtschaft und Medizin
n-protec plant Millioneninvestitionen in 3D-Drucktechnik, während ein Medizintechnik-Zentrum den Standort stärkt

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Die Stadt Cottbus setzt ihre Initiative zur Stärkung des regionalen Wirtschaftsstandorts fort. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Wirtschaftsdialoge mit Cottbuser Unternehmen und Institutionen“ besuchte Oberbürgermeister Tobias Schick das Unternehmen n-protec additive GmbH. Der Dialog unterstreicht die Bedeutung enger Kooperationen zwischen Stadtverwaltung und innovativen Industriebetrieben, die in zukunftsweisenden Branchen tätig sind.
n-protec additive GmbH: Hightech aus Cottbus für die Welt
Die n-protec additive GmbH produziert seit der Standorteröffnung am 27.11.2024 hochpräzise Maschinenteile mittels moderner Metall-3D-Druckverfahren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Luftfahrtantriebstechnik. Das Unternehmen investierte im vergangenen Jahr rund 0,3 Millionen Euro am Standort „Pastora“. Besonders hervorzuheben ist, dass etwa 80 Prozent der Aufträge für den Umbau an lokale und regionale Unternehmen vergeben wurden, wodurch die Wertschöpfung und Beschäftigung in der Region gezielt gestärkt wurden.
Geplante Investitionen und Ausbaupläne
Der Geschäftsführer der Cottbuser Niederlassung, Stephan Reuther, gab Einblicke in die Expansionspläne des Unternehmens. In den kommenden zwei Jahren sollen Investitionen von insgesamt 3 Millionen Euro erfolgen. Ziel ist es, die Produktionshalle zu erweitern und zusätzliche Maschinen anzuschaffen, um die Fertigungstiefe deutlich zu steigern. Gleichzeitig plant n-protec additive GmbH die Erschließung neuer Geschäftsfelder, insbesondere im Bereich der Medizin- und Medizintechnik sowie im Verteidigungssektor.
Stärkung des Innovationsstandorts Cottbus
Oberbürgermeister Tobias Schick zeigte sich bei seinem Besuch von der technologischen Innovationskraft des Unternehmens beeindruckt. Er betonte: „Das ist genau der richtige Standort.“ Im Zuge der weiteren Entwicklung kündigte Schick die geplante Errichtung eines Zentrums für Medizin- und Medizintechnik am sogenannten Multi-CT (Medical Accelerator – Med-Acc) an.
Das neue Zentrum soll den Zugang zu klinischen Ressourcen, Entwicklungsmöglichkeiten, klinischen Tests, Zulassungsstudien und weiteren Dienstleistungen bieten. Dieser Schritt wird als wesentlicher Beitrag zum Strukturwandel der Region gesehen und soll die Position der Gesundheitsregion Cottbus/Chóśebuz nachhaltig stärken.
Technologische Erweiterung für marktfähige Innovationen
Im Rahmen der Erweiterung der Geschäftsbereiche verfolgt n-protec additive GmbH das Ziel, die Entwicklung marktfähiger Produkte durch neue Technologien voranzutreiben. Das Unternehmen sieht sich als wichtigen Akteur beim Strukturwandel und will mit seinen Aktivitäten dazu beitragen, Cottbus als Produktions- und Innovationsstandort weiter zu profilieren.
Wirtschaftsdialog wird fortgesetzt
Der Wirtschaftsdialog mit regionalen Unternehmen wird auch im Jahr 2025 mit weiteren Terminen fortgeführt. Die Stadt Cottbus setzt damit auf kontinuierlichen Austausch und partnerschaftliche Zusammenarbeit, um den Wandel in der Region aktiv zu gestalten und die Vielfalt an innovativen Betrieben zu fördern.
Die aktuellen Entwicklungen bei n-protec additive GmbH zeigen beispielhaft, welches Potenzial in der Verbindung von Hightech-Industrie, lokaler Wirtschaftsförderung und städtischer Entwicklungspolitik steckt. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie die geplanten Investitionen und Initiativen dazu beitragen, neue Arbeitsplätze und zukunftsweisende Produkte für die Region Cottbus zu schaffen.
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