500 Einsatzkräfte trainieren Großschadenslage in Cottbus

Katastrophenschutz-Übung simuliert 90 Verletzte im Spreeauenpark – Stadt stärkt Krisenvorsorge

Von Redaktion Cottbus
500 Einsatzkräfte trainieren Großschadenslage in Cottbus
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Im Cottbuser Spreeauenpark fand am Freitag, den 4. Juli, eine groß angelegte Katastrophenschutz-Übung statt. Das Szenario erforderte die Zusammenarbeit von rund 500 Personen, darunter Einsatzkräfte, Mimen und Rettungsdienste. Ziel war es, die Abläufe im Ernstfall zu testen und die Schnittstellen zwischen den verschiedenen Organisationen zu stärken.

Simulation eines Ernstfalls im Spreeauenpark

Die Übung simulierte ein umfangreiches Katastrophenszenario rund um eine Außenveranstaltung mit etwa 3.000 Menschen. Teil des Szenarios war ein plötzliches schweres Gewitter mit Blitzschlag, das zahlreiche Verletzte und hohe Belastung für die Einsatzleitungen zur Folge hatte.

  • 93 Verletzte wurden gesichtet und medizinisch versorgt.
  • Die Transporte erfolgten unter anderem durch das Universitätsklinikum Carl-Thiem.
  • Auch „Tote“ wurden im Rahmen des Szenarios beklagt, was die Ernsthaftigkeit der Übung unterstrich.
  • Im Parkweiher suchte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) nach drei vermissten Personen.
  • Umfangreiche Zusammenarbeit verschiedener Organisationen

    Neben lokalen Rettungseinheiten wirkten Kräfte aus ganz Brandenburg mit. Beteiligt waren unter anderem die Johanniter, das Deutsche Rote Kreuz, verschiedene Sondereinsatzeinheiten sowie das Technische Hilfswerk. Zusätzlich wurde ein Hubschrauber eingesetzt und auch Notfallseelsorger standen bereit, um Betroffene zu unterstützen.

    • Schwerpunkt lag auf der Koordination und Versorgung einer großen Zahl virtueller Patientinnen und Patienten.
    • Mehrere Krankenhäuser der Region waren virtuell einbezogen.
    • Die Übung dauerte bis in die Abendstunden.
    • Würdigung der Einsatzkräfte

      Oberbürgermeister Tobias Schick, Bürgermeisterin Doreen Mohaupt und Einsatzleiter Thomas Bergner zeigten sich beeindruckt von der Professionalität aller Beteiligten. Ein besonderes Lob galt den zahlreichen ehrenamtlichen Feuerwehrleuten. „Mein großer Respekt gilt allen Beteiligten, besonders den vielen ehrenamtlichen Feuerwehrleuten. Ich wünsche niemandem, dass er solch ein Erlebnis durchmachen muss – weder als Opfer noch als Retter“, so Oberbürgermeister Tobias Schick.

      Branddirektor Jörg Specht, Leiter der Cottbuser Feuerwehr, hob hervor, wie essentiell das ehrenamtliche Engagement im Ernstfall ist. Er rief dazu auf, sich über die Initiative „Braucht dich“ zu informieren und mitzumachen, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt weiter zu stärken.

      Auswertung und Ausblick

      Die detaillierte Auswertung der Katastrophenschutz-Übung folgt in den kommenden Wochen. Die Verantwortlichen betonen, wie wichtig solche realitätsnahen Übungen sind, um im Ernstfall optimal vorbereitet zu sein und den Schutz der Bevölkerung sicherzustellen.

      Die Stadt Cottbus und ihre Einsatzkräfte setzen mit der Übung ein Zeichen für gelebte Zusammenarbeit und Engagement in Krisensituationen.

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