Vandalismus am Sportplatz in Beelitz-Fichtenwalde sorgt für Kritik
Unbekannte beschädigten Toiletten; Bürgermeister Bernhard Knuth fordert Konsequenzen und kündigt strengere Maßstäbe für die Entfernung von Stickern an.

Im Beelitzer Ortsteil Fichtenwalde ist es in der Nacht zum Donnerstag, 23.07.2026, zu Vandalismus an den Toiletten am Sportplatz Mittelstraße gekommen. Nach Angaben der Stadt haben Unbekannte das Toilettenhäuschen verunstaltet.
Demnach wurde die Tür mit Sprüchen beschmiert. Außerdem wurden ganze Rollen Toilettenpapier in die Toiletten gedrückt sowie die Waschbecken mit Papier und Verpackungen verstopft.
Deutliche Kritik des Bürgermeisters
Bürgermeister Bernhard Knuth reagierte mit scharfer Kritik auf den Vorfall. Er erklärte, es sei für ihn „absolut unverständlich“, wie mit den Werten umgegangen werde, die in Abstimmung mit dem Ortsbeirat für Fichtenwalde geschaffen worden seien.
Knuth verwies darauf, dass die Stadt in den Sportplatz investiert und vor Ort Toiletten sowie Lagerräume geschaffen habe. Diese Einrichtungen dienten den Sportvereinen ebenso wie den Fichtenwalder Kita-Kindern, damit dort möglichst gute Bedingungen vorgefunden würden. Das Verhalten der Täter bezeichnete er als Ausdruck fehlender Wertschätzung und als „dermaßen unsozial“.
Stadt sieht zunehmende Belastung durch Sticker und Graffiti
Nach Angaben der Stadt hat in den vergangenen Monaten auch die Zahl von Stickern und Graffiti, besonders in Fichtenwalde, zugenommen. Knuth kritisierte in diesem Zusammenhang, dass Geld für Sticker ausgegeben werde, um anschließend das Erscheinungsbild der Kommune zu beeinträchtigen.
Zugleich machte der Bürgermeister auf die finanziellen Folgen aufmerksam. Mittel, die für die Beseitigung von Stickern und Graffiti im Sinne der Verkehrssicherheit aufgewendet werden müssten, fehlten an anderer Stelle bei freiwilligen Leistungen, etwa in der Jugendarbeit. Wer die Stadt mit Stickern, Graffiti oder anderem Vandalismus verunstalte, sorge damit nach seinen Worten dafür, dass weniger Geld für soziale Projekte zur Verfügung stehe.
Verwaltung ändert Umgang mit Stickern
Die Stadt beseitigt Sticker im öffentlichen Raum nach eigenen Angaben nur noch dann, wenn sie die Verkehrssicherheit beeinträchtigen. In allen anderen Fällen hat die Verwaltung nach eigenen Angaben resigniert, weil nach dem Entfernen häufig schon wenige Tage später neue Aufkleber an derselben Stelle erscheinen.
Eigene Anzeige
Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen
Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.