Stau-Chaos in Fichtenwalde durch Autobahnsperrung
Beelitz fordert schnellere Maßnahmen und bessere Umleitungskonzepte wegen Verkehrsproblemen seit Mai, insbesondere rund um Schulen und Rettungsdienste

Seit der Sperrung der Verbindungsrampe der A10 in Richtung Nuthetal erlebt Fichtenwalde, ein Ortsteil der Stadt Beelitz, massive Verkehrsprobleme. Bereits am Dienstagmorgen bildeten sich auf der L88 kilometerlange Staus, die den gesamten Ortsbereich durchziehen und nicht nur den Alltag der Bewohner beeinträchtigen, sondern auch die Sicherheit im Ort gefährden.
Starker Unmut in der Stadt Beelitz
Die Stadt Beelitz reagiert mit deutlicher Kritik an der Autobahn GmbH. Die Verantwortlichen der Stadt fordern schnelle und wirksame Maßnahmen, um den zusätzlichen Umleitungsverkehr zu begrenzen und die Sicherheit insbesondere im Umfeld von Kindertagesstätte, Grundschule sowie für Feuerwehr und Rettungskräfte zu gewährleisten.
Der Bürgermeister äußert: „Wir sind entsetzt, dass die Autobahn GmbH keine ernsthaften Verkehrsalternativen vorbereitet hat. Die Sperrung einer Autobahn in Deutschland ist kaum hinnehmbar. Der Stau in Fichtenwalde auf der L88, bei Kita und Grundschule sowie wichtige Ortsfeuerwehren sind für uns untragbar! Der Umleitungsverkehr gefährdet die Sicherheit der Kinder sowie die Einsätze von Rettungswagen und Feuerwehr. Im zweitgrößten Ortsteil unserer Stadt führt dies zu nicht hinnehmbaren Belastungen.“
Mit Nachdruck fordert die Stadt, umgehend Schilder an den Autobahnauffahrten zu installieren, welche Lastwagen- und Autofahrer konsequent auf die vorgesehenen Umleitungsstrecken und insbesondere auf die Abfahrt Glindow/Klaistow lenken, damit die engen Straßen von Fichtenwalde entlastet werden.
Hintergrund der Sperrung
Seit Montag, dem 12. Mai um 18 Uhr, ist die A10-Verbindungsrampe in Richtung Nuthetal voll gesperrt. Die offizielle Umleitung führt über Beelitz-Heilstätten. Autofahrer sollen dort vom Dreieck Werder kommend abfahren und in Gegenrichtung wieder auf die Autobahn auffahren. Dennoch weichen zahlreiche Fahrer schon an der Abfahrt Klaistow ab, um durch Fichtenwalde zu fahren.
Die schmale Landstraße L88 ist laut Stadtverwaltung diesem unvermittelten Anstieg des Verkehrsaufkommens nicht gewachsen. Vor allem morgendliche Spitzenzeiten bringen die Infrastruktur an ihre Grenzen und behindern sowohl den regulären Schul- als auch den Rettungsverkehr.
Geforderte Maßnahmen und Folgen für die Bevölkerung
Bis zum geplanten Ende der Bauarbeiten am 23. Mai will die Stadt keine weiteren massiven Beeinträchtigungen durch den Umleitungsverkehr hinnehmen. Sie fordert die Autobahn GmbH auf, ihrer Verantwortung bei der Planung und Umsetzung von Vollsperrungen gerecht zu werden und leistungsfähige Alternativen bereitzustellen.
Die Stadtverwaltung hat bereits Entlastungsmaßnahmen erarbeitet, um dem Gebiet schnell Erleichterung zu verschaffen. Wie effektiv die neuen Maßnahmen wirken und wie die Verkehrslage sich in den kommenden Tagen entwickelt, bleibt abzuwarten.
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