Beelitz fordert bessere RE 7-Anbindung
Weniger Sitzplätze und überfüllte Züge nach Fahrplanwechsel – Stadt und VBB suchen Lösungen
Die Stadt Beelitz hat sich in den vergangenen Monaten intensiv für eine bessere Anbindung an die Regionalexpresslinie 7 (RE 7) eingesetzt. Anlass dafür sind Einschränkungen, die im Zuge des Fahrplanwechsels im Dezember in Kraft getreten sind. Insbesondere die Verstärkerzüge fahren seitdem nicht mehr über Berlin-Wannsee hinaus in die Innenstadt, was zu einer Verringerung der Sitzplatzkapazität geführt hat. Die Stadtverwaltung hatte bereits vorab auf die möglichen negativen Folgen hingewiesen und sieht sich nun durch die Erfahrungen der Pendler und Fahrgäste bestätigt.
Kritische Situation nach Fahrplanwechsel
Nach dem Fahrplanwechsel im Dezember machten sich die Veränderungen auf der Strecke bemerkbar: Verstärkerzüge enden nun in Wannsee, sie bieten zudem weniger Sitzplätze als zuvor. Die Auswirkungen zeigen sich in den vergangenen Wochen vor allem durch überfüllte Züge, was für Pendler, Touristen und die Wirtschaft vor Ort gleichermaßen zu einer Belastung geworden ist.
Die Stadt Beelitz hat daraufhin erneut das Gespräch mit dem Verkehrsverbund Berlin Brandenburg (VBB) gesucht. Anders als der Ortsbeirat, der auf die Deutsche Bahn Regio zugegangen war, hat die Stadt den direkten Draht zum VBB genutzt – dem zentralen Besteller der Zugverbindungen im Auftrag der Länder.
Verkehrsverbund prüft Verbesserungen
Christoph Heuing, Geschäftsführer des VBB, hat der Stadt Beelitz schriftlich zugesichert, dass der VBB die Situation entlang der Linie RE 7 sehr genau beobachtet und an Lösungen arbeitet. Ziel ist es, Verstärkerzüge künftig nicht mehr in Wannsee enden zu lassen, sondern wieder bis in die Berliner Innenstadt durchfahren zu lassen. Ebenfalls wird geprüft, die Kapazität der Züge zur Hauptverkehrszeit sowie an Wochenenden durch längere Züge oder zusätzliche Fahrten zu erhöhen.
Ergänzend ist hervorzuheben, dass Anfang des Jahres ein Stromausfall in Berlin dazu geführt hat, dass zwei Linien zeitweise nicht fahren konnten und Verstärkerfahrten ausfielen – die Folge waren überfüllte reguläre Züge.
Stimmen aus der Stadt
Bürgermeister Bernhard Knuth betont: „Die Stadt Beelitz hat bereits vor dem Fahrplanwechsel ihre Bedenken wegen Verschlechterungen für Beelitz-Heilstätten deutlich gemacht. Die Reduzierung des Angebots führt zu einer deutlichen Verschlechterung sowohl für unsere Pendler als auch für Touristen und die örtliche Wirtschaft. Leider wurde nicht darauf gehört. Die Ergebnisse zeigen sich in den häufig überfüllten Zügen der vergangenen Wochen.“
Knuth begrüßt, dass der VBB die Situation ändern will: „Dass der VBB die Zustände ändern möchte, begrüßen wir ausdrücklich und hoffen, dass auch die Länder Berlin und Brandenburg ein Einsehen haben. Der RE 7 muss zuverlässig und mit ausreichender Zuglänge zweimal stündlich fahren.“
Beelitz-Heilstätten als zentraler Verkehrsknoten
Der Bahnhof Beelitz-Heilstätten ist der wichtigste Bahnhalt im Stadtgebiet. Er verbindet nicht nur zahlreiche Pendler täglich mit Potsdam und Berlin, sondern sorgt durch die Kliniken vor Ort sowie den touristischen Baumkronenpfad für eine große Nachfrage. Die Entwicklung in der Region setzt sich fort: Das Wohngebiet am Bahnhof wächst, zudem entsteht nördlich der Gleise derzeit der Neubau der Kreisverwaltung. Angesichts dieser Entwicklungen steigt der Bedarf an einer zuverlässigen und leistungsfähigen Bahnverbindung weiter.
Bedeutung für die Fahrgäste
Die geplanten Verbesserungen der Zuganbindung und die mögliche Verlängerung der Verstärkerzüge hätten unmittelbare Auswirkungen auf den Alltag vieler Menschen. Zuverlässigere Verbindungen und mehr Sitzplätze würden nicht nur den Arbeitsweg vieler Pendler erleichtern, sondern auch die lokale Infrastruktur stärken.
Die Stadtverwaltung Beelitz bleibt weiterhin im engen Austausch mit dem VBB sowie den Ländern Berlin und Brandenburg. Ziel ist es, möglichst rasch zu Verbesserungen für die Fahrgäste auf der Linie RE 7 zu kommen.
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