Achim Wolff begeistert erneut bei den Beelitzer Festspielen
Der 87-Jährige spielt den Kleingärtner Ewald Mildenhauer und verbindet Bühne mit persönlicher Leidenschaft


Die Beelitzer Festspiele dürfen sich in diesem Jahr erneut über ein bekanntes Gesicht auf ihrer Bühne freuen: Achim Wolff, der bereits zum dritten Mal Teil einer Produktion vor Ort ist, kehrt voller Überzeugung zurück auf die Festspielbühne an der Nieplitz. Im Rahmen eines ausführlichen Interviews berichtet Wolff über seine besondere Beziehung zur Stadt Beelitz und seine Rolle als Kleingärtner Ewald Mildenhauer in der aktuellen Inszenierung.
Achim Wolff: Heimspiel in Beelitz und langjährige Verbundenheit
Für Achim Wolff ist die Rückkehr zu den Beelitzer Festspielen längst zur Herzensangelegenheit geworden. Wie er im Interview schildert, empfindet er jeden seiner bisherigen Auftritte in Beelitz als „wohltuendes Erlebnis“. Neben Produktionen wie „Die Pension Schöller“ und „Drei Männer im Schnee“ arbeitete Wolff im Laufe der Jahre mit namhaften Kollegen wie Herbert Köfer oder Winfried Glatzeder zusammen, was die Vorstellungen für ihn stets zu einer „tollen Zeit und wirklich großem Theater“ machte.
Die Rolle des Ewald Mildenhauer: Parallelen zwischen Bühnenfigur und Privatleben
In der aktuellen Inszenierung übernimmt Wolff die Rolle des schrulligen Kleingärtners Ewald Mildenhauer, der in direkter Nachbarschaft zu Maxe Baumann gärtnert. Interessanterweise findet Wolff persönliche Parallelen zu seiner Bühnenfigur. Gartenarbeit sei für ihn nicht nur Beruf, sondern Leidenschaft: „Wir haben ein Grundstück in Stahnsdorf und ein Wochenendgrundstück bei Plau am See, das ist mir sehr wichtig.“ Die Nähe zu Kleingärten, wie sie in Beelitz zu finden sind, beschreibt er als eine ihm „vertraute Welt“.
Berufliche Vielseitigkeit und das Rentnerleben
Trotz seines Alters von 87 Jahren bleibt Achim Wolff beruflich aktiv und nennt Ehefrau, Familie und Garten als seine „Jungbrunnen“. Anders als die fiktive Figur Maxe Baumann erlebte er den Übergang in den Ruhestand als problemlosen Schritt und schöpft Lebensfreude aus seinen vielseitigen Interessen.
Erinnerungen an Maxe Baumann – ein respektvolles Erbe
Wolff berichtet mit Respekt von den Fernsehfilmen um Maxe Baumann und betont seine Verehrung für Gerd E. Schäfer. Auch wenn sie sich nie persönlich begegneten, bewundert Wolff das schauspielerische Niveau und die Teamarbeit jener Produktionen. Hinzu kommt ein persönlicher Bezug, denn der Regisseur war einst sein Kommilitone.
Vorbild, Respekt und positive Erwartungen
Die Verpflichtung, auf „Brettern, die die Welt bedeuten“ zu stehen, beschreibt Wolff als Quelle von Respekt und Motivation. Dennoch blickt er optimistisch auf die kommende Aufführung in Beelitz.
Kollegiale Freundschaft: Bürger Lars Dietrich und die Zusammenarbeit auf der Bühne
Besonders positiv hebt Achim Wolff seine Beziehung zu Bürger Lars Dietrich hervor, die bereits bei „Drei Männer im Schnee“ entstand und sich durch gegenseitige Wertschätzung und Freundschaft auszeichnet. Die Wiederbegegnung bei den diesjährigen Festspielen sieht Wolff als persönliches Highlight.
Familie auf der Bühne: Ein besonderes Geschenk
Die diesjährige Produktion erhält für Wolff eine besondere Note, da auch seine Ehefrau mit auf der Bühne steht – eine Idee, die auf den Bürgermeister zurückgeht. Für das Ehepaar, das seit 45 Jahren verheiratet ist, sei das gemeinsame Arbeiten eine Bereicherung. „Wir gehen beide die Texte durch, jeder hat seine Ideen. Wir sind Eheleute, aber in dem Moment Kollegen.“
Die Inszenierung: Menschliche Komik und gelebte Erinnerungen
Für Achim Wolff liegt der Reiz der aktuellen Inszenierung darin, menschliche Rollen und Erinnerungen auf die Bühne zu bringen – schnell, komisch und fernab von plumper Comedy. Die langjährige Erfahrung, etwa mit „Die Pension Schöller“, die er über 1400-mal spielte, und die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen wie Winfried Glatzeder prägten ihn entscheidend. Ein zentrales Ziel bleibt für Wolff dabei, dass „die Komik beim Menschen und seiner Schauspielkunst bleibt“.
Probenbesuche und Interviewmöglichkeiten
Interessierte Journalistinnen und Journalisten erhalten ab dem 11. August die Möglichkeit, die Proben auf der Freilichtbühne zu begleiten und selbst Interviews mit den Darstellern zu führen.
Die Beelitzer Festspiele bieten so nicht nur ein spannendes Bühnenprogramm, sondern auch vielfältige Einblicke in die Geschichten, Freundschaften und Erinnerungen der Mitwirkenden. Wer mehr über Achim Wolff und seine Erfahrungen erfahren möchte, sollte sich die kommenden Termine nicht entgehen lassen.
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