Theater verbindet: Demenz auf der Bühne

Das Projekt „Papillons“ in Berlin bringt Menschen mit Demenz und junge Teilnehmer zusammen – eine ZDF-Reportage zeigt, wie Kunst Erinnerungen lebendig hält

Von Redaktion

Das Theaterprojekt „Papillons“ bringt Menschen mit Demenz gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen auf die Bühne. Initiiert von Regisseurin Christine Vogt, findet das generationsübergreifende Projekt im Pflegeheim „Am Kreuzberg“ in Berlin statt. Die ZDF-Reportage „Mit Demenz auf der Bühne“ in der Reihe "37°" widmet sich diesem besonderen Ansatz gegen das Vergessen.

Theater als Brücke zwischen Generationen

Bereits seit fünf Jahren zeigt „Papillons“, wie bereichernd das Zusammenspiel zwischen jung und alt sein kann. Im Mittelpunkt steht ein vielfältiges Ensemble: So nutzt die 87-jährige Schneiderin Elvira Werthmüller ihre Erinnerungen und Talente, wie das Jodeln, um aktiv am Projekt teilzunehmen. Ihre Tochter Tanja erhält dadurch die Gelegenheit, die Lebensgeschichte ihrer Mutter erneut zu entdecken und zu erleben.

Auch Ekkehard Walkenhorst, ebenfalls Bewohner des Pflegeheims und an Demenz erkrankt, steht stellvertretend für viele Betroffene. Die veränderte Beziehung zu seinem Sohn Oliver zeigt, wie gemeinsames künstlerisches Engagement neue Nähe schaffen kann.

Demenz: Sichtbarkeit im Alltag schaffen

Obwohl in Deutschland etwa 1,8 Millionen Menschen mit Demenzdiagnose leben, sind sie im Alltag oft unsichtbar. Das Projekt setzt genau hier an: Es will Betroffenen eine Plattform bieten, Erinnerungen zu teilen und künstlerisch zum Ausdruck zu bringen.

Reportage und Ausstrahlungstermine

Die ZDF-Reportage „Gegen das Vergessen – mit Demenz auf der Bühne“ wird als Teil der ZDF-Themenwoche zwischen dem 19. und 28. September 2025 ausgestrahlt.

Weitere Informationen und Pressekontakt

Pressefotos zur Sendung sind nach Login im Presseportal oder per E-Mail abrufbar. Akkreditierte Journalistinnen und Journalisten können die vollständige Reportage im Vorführraum des Portals einsehen.

Das Projekt „Papillons“ steht beispielhaft für gelungene Inklusion und Interaktion zwischen den Generationen. Mit dem Ansatz, Demenz im künstlerischen Kontext sichtbar zu machen, öffnet es neue Perspektiven und fördert das gesellschaftliche Verständnis für Betroffene.

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