Bis 2040 ist jeder dritte Einwohner in Elbe-Elster mindestens 65 Jahre alt
Der Anteil älterer Menschen im Landkreis Elbe-Elster wächst, während die Geburtenzahlen sinken. Welche Folgen das für die psychiatrische Versorgung haben kann, beschreibt der Gesundheitsbericht 2026, der als Psychiatrieplan erarbeitet wurde. Vorgestellt wurde er am 24. September 2026 im Ausschuss für Familie, Soziales und Gesundheit.
Im Jahr 2024 wurden im Landkreis 516 Lebendgeborene und 1.767 Gestorbene gezählt. Die Geburtenzahl war damit die niedrigste seit Bestehen des Landkreises. Seit 1990 ist der Anteil der über 65-Jährigen an der Bevölkerung um 17,1 Prozentpunkte gestiegen. Prognosen zufolge wird bis 2040 etwa jeder dritte Einwohner mindestens 65 Jahre alt sein.
Demenz wird für Versorgung und Pflege wichtiger
Mit der Alterung der Bevölkerung gewinnen neben chronischen körperlichen Erkrankungen auch neurodegenerative und weitere psychische Erkrankungen an Bedeutung. Demenzerkrankungen dürften zu einem zentralen Faktor für die künftige Versorgung und Pflege werden. Laut Prognose kamen 2020 noch 24 Erwerbspersonen auf einen Demenzfall. Für 2060 werden voraussichtlich nur noch fünf Erwerbspersonen pro Demenzfall erwartet.
Der Psychiatrieplan stellt die vorhandenen Versorgungsangebote den Entwicklungen bei Fallzahlen und Krankheitslast gegenüber. Er soll zeigen, inwieweit die psychiatrische Versorgung im Landkreis den Anforderungen gerecht wird und wo weiterer Handlungsbedarf besteht. Zugleich soll die sachliche Information über psychische Erkrankungen dazu beitragen, Vorbehalte abzubauen und das Verständnis zu verbessern. Der Plan soll außerdem als Grundlage für die weitere Entwicklung und Optimierung der psychiatrischen Versorgung in Elbe-Elster dienen.
Der vollständige Gesundheitsbericht 2026 ist unter diesem Link abrufbar.
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