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Betreff: Pressemitteilung des BMF: Vorstellung der Sonderbriefmarke "Alexandria Blue Boy" aus der Serie "Tag der Briefmarke"

[cid:[email protected]][cid:[email protected]] Nr.: 15/2026 01.09.2026 Vorstellung der Sonderbriefmarke „Alexandria Blue Boy“ aus der Serie „Tag der Briefmarke“ [cid:[email protected]] Das Bundesministerium der Finanzen wird am 3. September 2026 ein Sonderpostwertzeichen „Alexandria Blue Boy“ aus der Serie „Tag der Briefmarke“ herausgeben. Das Bundesministerium der Finanzen stellt die Briefmarke am Donnerstag in Berlin vor. Die Präsentation findet am 03. September 2026 um 11:00 Uhr im Museum für Kommunikation in Berlin, Leipziger Straße 16, 10117 Berlin statt. „Fünf Personen stehen im Mittelpunkt der Geschichte des „Blue Boy“: Daniel Bryan (1789-1866) war mehr als drei Jahrzehnte der Postmaster in Alexandria/Virginia. In seine Amtszeit fällt der Auftrag für die Herstellung einer der wohl bekanntesten Ausgaben der US-amerikanischen Philatelie, des „Blue Boy“. Hintergrund der Briefmarke war das Fehlen des Portowerts zu 5 Cent für Briefe mit einer Entfernung von bis zu 300 Meilen. So ließen insgesamt elf Postmaster im Zeitraum von 1845 bis 1847 lokale Marken herstellen, die als Notausgaben gelten – der „Blue Boy“ ist einer davon. Gedruckt wurden die runden Marken vermutlich von Edgar Snowden (1810-1875), Politiker und Herausgeber der Zeitung „Alexandria Gazette“ im Auftrag des Postmasters. Von der Marke sind zwei Typen bekannt. Die erste weist 40 Rosetten auf, die zweite 39. Auf allen Marken ist der Hinweis „Alexandria Post Office“ zu lesen. Warum es zwei Typen gibt, lässt sich heute nicht mehr herausfinden. Bekannt ist aber, dass es von Typ I nur noch vier Exemplare gibt, darunter den „Blue Boy“. Von Typ II in anderer Farbe sind drei Exemplare registriert. Doch was wären Briefmarken, wenn sie nicht auch auf Briefen verwendet werden? Der „Blue Boy“ wurde schließlich auf einen Brief geklebt, der am 24. November 1847 von James Wallace Hooff an seine Cousine zweiten Grades Jannett Hooff Brown in das etwas mehr als 100 Meilen entfernte Richmond/Virginia geschickt wurde. In dem Brief ging es um ihre Liebe, die von der Familie offenbar nicht unterstützt wurde. James schrieb am Ende des Briefes ganz unromantisch an Jannett: „Wie immer verbrennen“ (Burn as usual). Warum dieser Brief erhalten blieb, ist nicht bekannt. Wie es heißt, konnten die beiden jungen Menschen sechs Jahre nach dem Versenden des Briefes heiraten, sie hatten drei Kinder. Kein Wunder, dass der Brief von 1847 immer gerne mit romantischen Gefühlen in Verbindung gebracht wird. 1907 wurde der Brief von Jannett B. Fawcett, einer Tochter des Paares, zwischen alten Familienunterlagen entdeckt. Kurze Zeit später konnte ihn die Tochter für 3.000 US-Dollar (abzüglich fünf Prozent Provision) verkaufen. In den kommenden Jahrzehnten wechselte der Brief mehrfach den Besitzer, unter anderem gehörte er Alfred Caspary. 1981 wurde er von Auktionator David Feldman für eine Million US-Dollar verkauft, der bisher letzte Besitzerwechsel fand im Jahr 2019 für 1,18 Millionen US-Dollar statt. Heute wird „Blue Boy“ als „Ikone der Philatelie“ und Teil der US-amerikanischen Geschichte gesehen.“ (Text: Reinhard Küchler, Bund Deutscher Philatelisten e. V.) Die Gestaltung des Postwertzeichens und der Ersttagsstempel stammen von Hagen Verleger aus Berlin. Bildquelle: © Bund Deutscher Philatelisten e. V. Die Briefmarke hat einen Wert von 95 Cent und ist ab dem 3. September 2026 in den Verkaufsstellen der Deutschen Post AG erhältlich. Kontakt Pressereferat Wilhelmstraße 97 10117 Berlin Telefon: + 49 (0) 30 18 682-4291 E-Mail: •••@••• Web: www.bundesfinanzministerium.de © Bundesministerium der Finanzen

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