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Betreff: PM: Kita „Villa Kunterbunt“ feiert 70-jähriges Bestehen
P R E S S E M I T T E I L U N G
NR.: 165/2026 DATUM: 10. September 2025
Zwei mal drei macht vier, Widdewiddewitt und drei macht 70: Kita „Villa
Kunterbunt“ feiert 70-jähriges Bestehen
Die Kita „Villa Kunterbunt“ im Eberswalder Ortsteil Finow hat am 9.
September 2026 ihr 70-jähriges Bestehen als Kindertagesstätte mit einem
bunten Familienfest gefeiert. Kinder und Familien, ehemalige
Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter, Unterstützerinnen und Unterstützer
sowie zahlreiche Gäste kamen zusammen, um auf die bewegte Geschichte der
Einrichtung zurückzublicken und gemeinsam nach vorn zu schauen.
„Gebt den Kindern Liebe, mehr Liebe und noch mehr Liebe, dann stellen
sich die guten Manieren ganz von selbst ein“, sagte einst Astrid
Lindgren. Ihre Kinderbuchfigur Pippi Langstrumpf hat mit ihrer
unkonventionellen Art Generationen begeistert und ihre Villa Kunterbunt
ist längst ebenso legendär. Die Stadt Eberswalde unterhält ihre eigene
„Villa Kunterbunt“ in der Straße Kleines Berg 6 mit aktuell 86
Betreuungsplätzen. Seit nunmehr 70 Jahren wird das Gebäude als
Kindertagesstätte genutzt und trägt seit 1997 den Namen von Pippis
berühmtem Zuhause. Kinder, Eltern und das pädagogische Team hatten
sich gemeinsam dafür entschieden. Die Umbenennung wurde mit einem großen
Sommerfest gefeiert, welches zugleich eine Tradition begründete, die bis
heute fortbesteht.
Zum Jubiläum gratulierte auch Bürgermeister Götz Herrmann und würdigte
die Bedeutung der Kita für die Stadt:
„70 Jahre Villa Kunterbunt! Das sind sieben Jahrzehnte, in denen
Generationen von Kindern hier gespielt, gelernt, geforscht und
Freundschaften geschlossen und die Welt entdeckt haben. Die Villa hat
sich verändert, ist gewachsen und hat sich immer wieder neu erfunden.
Geblieben ist aber ihr wichtigster Auftrag: Kindern Raum zu geben, ihre
eigenen Ideen zu entwickeln und mit Neugier die Welt zu entdecken. Ganz
nach dem Motto der wohl berühmtesten Bewohnerin einer Villa Kunterbunt:
Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass
ich es schaffe!“
Anschließend wurden der Villa Kunterbunt Holzbausteine als
Jubiläumsgeschenk überreicht. Den wohl schönsten Programmpunkt
gestalteten die Kinder selbst: Mit einem kleinen Bühnenprogramm zeigten
sie, wer seit 70 Jahren im Mittelpunkt der Einrichtung steht.
Für Spannung sorgte am späten Nachmittag die Auslosung der
Gewinnerinnen und Gewinner des Villa-Kunterbunt-Quiz. Bis zum Ende des
Festes um 18 Uhr blieb anschließend Zeit für Begegnungen, Gespräche und
gemeinsame Erlebnisse.
Eine Villa mit bewegter Geschichte
Die Geschichte des Hauses beginnt bereits um 1890. Im Auftrag des
Ziegeleibesitzers Kleine wurde die Villa ursprünglich als Wohnhaus
errichtet. Nach der Stilllegung der Ziegelei übernahm die
Hirsch-Kupfer-Messingwerke AG die Immobilien. Während die
Ziegeleianlagen verschwanden, blieben die Wohnhäuser erhalten.
1917 wurde die Villa zum Direktorenhaus umgebaut. Bis etwa 1943 lebte
dort der Direktor der Hirsch-Kupfer-Messingwerke AG, Herr Schulte. Nach
dem Zweiten Weltkrieg diente das Gebäude vorübergehend als Lazarett der
sowjetischen Armee. Bis 1947 wohnte und praktizierte dort anschließend
das in Finow bekannte Ärzteehepaar Schmidtke. Danach und bis 1950 nutzte
man die Villa als Lehrlingswohnheim des Walzwerks Finow.
Der Grundstein für die heutige Kita wurde bereits 1951 gelegt. Am 1.
Januar eröffnete im „Kupferhaus“ in der Altenhofer Straße die erste
Kinderkrippe der Stadt Finow mit zunächst 21 Plätzen. Im März 1956 zog
die Krippe in das Gebäude der Villa „Kleines Berg“ ein.
Über die Jahrzehnte wuchs die Einrichtung kontinuierlich. Durch den
Umbau der ehemaligen Hausmeisterwohnung erhöhte man 1963 die
Betreuungskapazität auf 61 Plätze, 1987 wuchs diese nochmal auf 70
Betreuungsplätze an. Mit der Aufnahme von Kindergarten- und später auch
Hortkindern entwickelte sich die Krippe zur Kindertagesstätte.
Seit den 1990er-Jahren hat sich die Villa Schritt für Schritt zu einem
modernen Bildungsort gewandelt. Mit Unterstützung von Eltern,
Unternehmen, Vereinen, Sponsoren und öffentlichen Einrichtungen
entstanden unter anderem eine Kinderküche, ein Kinderatelier, ein
Sinnesraum, das „Takka-Tukka-Land“ sowie eine Lernwerkstatt mit Garten
und Teich. Auch zahlreiche Bewegungs- und Spielflächen kamen hinzu. 2012
sanierte man das Gebäude umfassend. Es wurde trockengelegt und gedämmt,
das Dach erneuert und die Fassade neu verputzt und farbenfroh gestaltet.
Treppen, Fluchttüren und Fluchtwege wurden modernisiert, zugleich wurde
der Außenbereich weiterentwickelt und besser für die Kinder
erschlossen.
Rund um die „Villa Kunterbunt“ gibt es viel zu entdecken: Eine Roller-
und Bobbycar-Bahn, eine Sand- und Matsch-Spielanlage, Hochbeete, ein
Insektenhotel, ein Fußballplatz und verschiedene Bewegungsangebote laden
zum Spielen und Erkunden ein. Seit 2017 gehört außerdem das Stelzenhaus
„Villa Klitzeklein“ zum Außengelände. Möglich wurde sein Bau durch
das Engagement zahlreicher Sponsoren, Eltern und Großeltern.
Für ihre zahlreichen Bildungsprojekte wurde die Villa Kunterbunt
mehrfach als „Haus der kleinen Forscher“ ausgezeichnet.
Hollahi-hollaho-holla-hopsasa!
(Foto 9364: Tortenanschnitt mit Pippi Langstrumpf: Kitaleiterin Rebecca
Adler wird beim Geburtstagstortenanschnitt sowohl vom jüngsten als auch
vom ältesten Kind der „Villa Kunterbunt“ unterstützt.
Foto: 9325: Bürgermeister Götz Herrmann gehörte ebenfalls zu den
Gratulanten und brachte auch ein Geschenk für die Kinder mit.
© Stadt Eberswalde / Markus Mirschel)
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