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Betreff: PRESSEMITTEILUNG Stadt Forst (Lausitz) - Die „Wassernixe“ kehrt an ihren historischen Platz zurück
PRESSEMITTEILUNG Stadt Forst (Lausitz) vom 16.10.2026
Die „Wassernixe“ kehrt an ihren historischen Platz zurück
Feierliche Enthüllung beim 5. deutsch-polnischen Parkseminar im
Ostdeutschen Rosengarten
Ein Stück Gartengeschichte ist zurück: Am Samstag, dem 10. Oktober
2026, wurde die rekonstruierte „Wassernixe“ im Rahmen des 5.
deutsch-polnischen Parkseminars im Ostdeutschen Rosengarten feierlich
enthüllt. Gemeinsam präsentierten die Forster Bürgermeisterin Simone
Taubenek und die 33. Forster Rosenkönigin Stefanie III. die Skulptur im
Pergolenhof auf der Wehrinsel. Damit kehrt eine historische Frauenfigur
an ihren ursprünglichen Standort zurück und ergänzt das Ensemble
gemeinsam mit dem 2023 wieder aufgestellten „Mädchen mit Wasserkrug“.
Rund 70 Parkseminaristinnen und Parkseminaristen beteiligten sich an
den Pflege- und Gestaltungsarbeiten in der historischen Parkanlage.
Unter ihnen waren Schülerinnen und Schüler des Fachgymnasiums für
Landschaftsarchitektur aus Zielona Góra, freiwillige Helfer aus Berlin,
Cottbus und Senftenberg, Vertreterinnen aus der Partnerstadt Brody sowie
Mitglieder des Museumsvereins. In verschiedenen Gruppen packten die
Teilnehmenden tatkräftig mit an und setzten sich für den Erhalt und die
Weiterentwicklung des Ostdeutschen Rosengartens ein.
Eine Gruppe von rund 15 Personen widmete sich dem unmittelbaren Umfeld
der „Wassernixe“. Mit der Neugestaltung der Beetflächen erhielt das
Areal einen passenden Rahmen für die historische Skulptur. Rund 140
Rhododendren und über 700 Waldsteinien-Stauden ("Golderdbeere") wurden
hier gepflanzt. Insgesamt kamen an diesem Tag über 1.600 Stauden, 5.000
Blumenzwiebeln sowie einige Sträucher in die Erde.
Das Parkseminar wurde im Rahmen eines Interreg-Projektes gefördert. Das
Projekt „Inwertsetzung Parkverbund“ wird aus den Mitteln des
Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des
Kooperationsprogramms INTERREG VI A Brandenburg – Polen 2021-2027
kofinanziert.
Den feierlichen Abschluss des arbeitsreichen Tages bildete am
Nachmittag die Enthüllung der „Wassernixe“. Neben den Teilnehmern des
Parkseminars verfolgten auch interessierte Besucherinnen und Besucher
den besonderen Moment, in dem die rekonstruierte Figur erstmals wieder
der Öffentlichkeit präsentiert wurde.
Die „Wassernixe“, in historischen Quellen auch als „Nymphe“ oder
„Mädchen mit Frosch“ bezeichnet, entstand im Vorfeld der Rosen-
und Gartenbauausstellung von 1913. Wie das „Mädchen mit Wasserkrug“
stammt sie aus der Hand des Cottbuser Bildhauers Walter Adler und
gehörte zur ursprünglichen künstlerischen Ausstattung des
Pergolenhofes. Während das „Mädchen mit Wasserkrug“ bereits zum
110-jährigen Jubiläum des Ostdeutschen Rosengartens dank des
Fördervereins Ostdeutscher Rosengarten Forst 1913 e.V. an seinen
historischen Platz zurückkehren konnte, galt die „Wassernixe“ weiterhin
als verschollen.
Bei beiden Statuen waren weder Originalteile noch Gussformen erhalten
geblieben, so mussten die Figuren anhand weniger historischer
Fotografien rekonstruiert werden. Nach der Anfertigung eines Tonmodells
entstand die Skulptur in einem speziellen Betongussverfahren. Mit der
Umsetzung wurde, wie bereits beim „Mädchen mit Wasserkrug“, die Firma
Stuckhaus Scherf und Ritter aus Waldenburg beauftragt.
Ermöglicht wurde die Rückkehr der „Wassernixe“ durch eine großzügige
private Spende einer Forster Familie. Die Stadt Forst (Lausitz) bedankt
sich herzlich bei der spendenden Familie, deren Engagement die
Wiederherstellung dieses besonderen Teils der historischen
Parkgestaltung ermöglicht hat.
Foto:
Enthüllung Wassernixe - Stadt Forst (Lausitz)/ Aneta Baluszek
5. Parkseminar - Stadt Forst (Lausitz)/ Jolanta Imberska
Stadt Forst (Lausitz)
Die Bürgermeisterin
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