Perleberg ehrt Tom Weichelt für Zivilcourage

Rolandstadt Perleberg ehrte am 30. September 2026 Tom Weichelt: Er half am 31. August bei einem Notfall im Tannenhof, unterstützt bei Reanimation.

Von Neues aus Perleberg2 Min. Lesezeit
Rolandstadt Perleberg/Renè Hill | Bürgermeister Axel Schmidt (2.v.l.), Marcus Bethmann (links) und René Glaeser (rechts) ehren Tom Weichelt (Mitte), der mit seiner Mutter Anette Dennin in Rathaus gekommen ist.

Foto: Stadt Perleberg

Foto: Stadt Perleberg

In einer Pressemitteilung Nr. 347 vom 30. September 2026 hat die Rolandstadt Perleberg Tom Weichelt für sein Engagement und seine besondere Zivilcourage geehrt. Bürgermeister Axel Schmidt überreichte dem Schüler des Gottfried-Arnold-Gymnasiums am Dienstagnachmittag im Rathaus an der Adresse Großer Markt 1 a in 19348 Perleberg eine Urkunde und ein kleines Geschenk.

Auf der Urkunde heißt es: „Die Rolandstadt Perleberg und der Landkreis Prignitz würdigen Tom Weichelt für sein Engagement und seine besondere Zivilcourage. Durch sein entschlossenes und verantwortungsbewusstes Handeln in einer akuten Notfallsituation hat er außergewöhnlichen Mut bewiesen und einen wichtigen Beitrag zur Rettung eines Menschenlebens geleistet.“

Auslöser der Ehrung war ein Einsatz am 31. August gegen 17.30 Uhr im Tannenhof in Perleberg. Tom Weichelt war zu diesem Zeitpunkt zu Hause, hörte durch das geöffnete Fenster den Hilferuf einer 86-jährigen, schon geschwächten Nachbarin und eilte zu Hilfe. Er unterstützte die Reanimation ihres Mannes bis zum Eintreffen der Rettungskräfte. Diese fünf bis sieben Minuten seien ihm wie eine Ewigkeit vorgekommen, sagte Weichelt.

Zum Empfang kamen auch Marcus Bethmann, Sachbereichsleiter Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Prignitz, sowie René Glaeser, Werkleiter Rettungsdienst des Landkreises Prignitz. Beide dankten dem Jugendlichen persönlich für sein Handeln. Glaeser verwies darauf, dass es in solchen Situationen eine Hemmschwelle geben könne, und nannte Weichelts Verhalten vorbildlich. Bethmann wies zudem auf das digitale Ersthelfer-Alarmierungssystem „KatRetter“ hin, das per Smartphone-App qualifizierte Freiwillige bei lebensbedrohlichen Notfällen in der unmittelbaren Umgebung alarmiert.

Tom Weichelt berichtete außerdem, dass er nach dem Vorfall noch mit einem Notfallseelsorger gesprochen habe, weil ihm das Erlebte erst zwei Tage später richtig bewusst geworden sei. Positiv hätten auch seine Klassenkameraden der 9. Klasse des Gottfried-Arnold-Gymnasiums auf seinen Einsatz reagiert. Der 17-Jährige sagte zudem, dass ihm ein Erste-Hilfe-Kurs in der 8. Klasse sehr geholfen habe.

Nach Angaben der Stadt tauschte sich Weichelt nach der Ehrung auch mit René Glaeser über mögliche Praktika beim Rettungsdienst aus. Über seine weiteren beruflichen Pläne habe er noch nicht entschieden; er nannte dabei unter anderem eine mögliche Laufbahn bei der Bundeswehr oder der Polizei sowie ein Studium der Psychologie oder der Wirtschaftswissenschaften.

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