Mecklenburg-Vorpommern verurteilt Anschlag im Umfeld des CSD Berlin

Landesregierung spricht Mitgefühl aus und kündigt Prüfungen von Rahmenbedingungen für Veranstaltungen an

Von Landesredaktion MV

Nach dem Anschlag im Zusammenhang mit dem Christopher Street Day in Berlin hat die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern die Tat mit Bestürzung verurteilt. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Innenminister Christian Pegel sprachen den Opfern, ihren Angehörigen und Freunden sowie allen Verletzten ihr Mitgefühl aus. Zugleich dankten sie den Einsatzkräften, die vor Ort schnell und professionell gehandelt hätten.

Landesregierung bekundet Solidarität

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig erklärte, eine Frau sei in Berlin getötet worden, als sie für Freiheit und Liebe auf die Straße gegangen sei. Viele weitere Menschen seien verletzt worden. Die Gedanken der Landesregierung seien bei den Getöteten und Verletzten, ihren Angehörigen sowie bei allen, die das Geschehen unmittelbar miterleben mussten.

Schwesig betonte zudem die Solidarität mit der queeren Community. Ein Angriff auf Menschen, die friedlich für ihre Rechte und ihre Freiheit einträten, sei ein Angriff auf das respektvolle und demokratische Miteinander. Hass, Gewalt und Einschüchterung dürften in der Gesellschaft keinen Raum haben.

Sicherheitsbehörden beobachten weitere Entwicklungen

Nach Angaben der Landesregierung verfolgen die Sicherheitsbehörden in Mecklenburg-Vorpommern die weiteren Entwicklungen und den Fortgang der Ermittlungen aufmerksam. Polizei, Verfassungsschutz und die zuständigen Stellen stehen dazu mit den Sicherheitsbehörden des Bundes und der anderen Länder im Austausch. Erkenntnisse aus den laufenden Ermittlungen in Berlin sollen in die Bewertung der Sicherheitslage im Land einfließen.

Innenminister Christian Pegel erklärte, Polizei und Sicherheitsbehörden bewerteten die Lage fortlaufend und richteten ihre Maßnahmen an den aktuellen Erkenntnissen aus. Dazu gehöre auch, bestehende Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen regelmäßig zu überprüfen und bei Bedarf weiterzuentwickeln.

Auch Zu- und Abwege im Blick

Mit Blick auf die Ereignisse sollen auch die Rahmenbedingungen für Veranstaltungen in Mecklenburg-Vorpommern erneut betrachtet werden. Nach Angaben des Innenministeriums betrifft das insbesondere Zu- und Abwege sowie weitere öffentlich zugängliche Bereiche im Umfeld von Veranstaltungen. Gemeinsam mit Veranstaltern, Kommunen und den zuständigen Sicherheitsbehörden werde geprüft, ob und wo Anpassungen notwendig sind.

Pegel betonte, Sicherheit bei Veranstaltungen entstehe durch eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten. Die Erkenntnisse aus Berlin würden ernst genommen und in die weitere Arbeit einbezogen, um Risiken frühzeitig zu erkennen und notwendige Maßnahmen zielgerichtet umzusetzen.

Mahnwache in Schwerin

Der Innenminister wird für die Landesregierung an der Mahnwache auf dem Schweriner Markt teilnehmen. Sie ist für den 27. Juli 2026 um 18.00 Uhr angekündigt.

Eigene Anzeige

Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

Jetzt anfragen

Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern: