ZDF lädt zum 12. Branchentreffen der Produzentinnen und Produzenten ein
Rund 450 Teilnehmende diskutieren wirtschaftliche Lage und Programmstrategie sowie Workshops zu Projekten, Distribution, Sichtbarkeit und europäischen Kooperationen

ZDF lädt zum zwölften Tag der Produzentinnen und Produzenten nach Berlin
Das ZDF hat am Donnerstag, 17. September 2026, zum zwölften Mal zum Tag der Produzentinnen und Produzenten eingeladen. Rund 450 Teilnehmende kamen in Berlin zum Branchenaustausch zusammen. Das Treffen ist Bestandteil der Transparenzvereinbarung zwischen dem ZDF und der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen.
Auch in diesem Jahr stellten ZDF-Intendant Dr. Norbert Himmler, Programmdirektorin Dr. Nadine Bilke, Chefredakteurin Bettina Schausten sowie Dr. Florian Kumb, Direktor Audience, die Programmstrategie des Senders vor. Himmler betonte dabei die Bedeutung verlässlicher Zusammenarbeit in einer sich verändernden Medienwelt. „In einer Medienwelt, die zunehmend von globalen Plattformen geprägt wird, reicht es nicht mehr aus, gute Inhalte zu produzieren. Wir müssen gemeinsam gestalten, wie diese Inhalte ihr Publikum erreichen und sichtbar bleiben. Dafür brauchen wir starke Partnerschaften, technologische Innovation und eine vielfältige Produktionslandschaft“, sagte er.
Im Mittelpunkt des Austauschs stand die wirtschaftliche Lage der Produktionsbranche. Nach Angaben des ZDF belasten steigende Kosten, veränderte Marktbedingungen und weiterhin unsichere finanzielle Rahmenbedingungen viele Produktionsunternehmen. Das ZDF bekräftigte in diesem Zusammenhang seine Rolle als verlässlicher Partner der Produktionswirtschaft. Himmler verwies zudem auf die besondere Verantwortung des Senders als größter Einzelauftraggeber der deutschen Film- und Fernsehbranche. Eine vielfältige, unabhängige und wirtschaftlich starke Produktionslandschaft sei eine zentrale Voraussetzung für kreative Vielfalt, publizistische Qualität und die Zukunft des Medienstandorts Deutschland.
Die Veranstaltung diente darüber hinaus dem Austausch über aktuelle Projekte, künftige Vorhaben und die weitere Zusammenarbeit. Insgesamt 18 Workshops aus nahezu allen Bereichen der ZDF-Familie boten Raum für Gespräche. Inhaltlich ging es unter anderem um neue programmliche Perspektiven für junge Zielgruppen, aktuelle Entwicklungen in der fiktionalen Auftrags- und Koproduktionslandschaft sowie Anforderungen und Notwendigkeiten in den Bereichen Dokumentation, Reportage, Investigativ und Real Life. Weitere Workshops befassten sich mit Fragen der Distribution und Sichtbarkeit von Inhalten, den Chancen künstlicher Intelligenz in Entwicklung und Produktion, europäischen Kooperationen sowie der Weiterentwicklung gemeinsamer Produktionsprozesse.
Das ZDF lädt seit 2015 jährlich zum Tag der Produzentinnen und Produzenten ein. Nach eigenen Angaben ist der Sender mit mehr als 800 Millionen Euro pro Jahr der größte Einzelauftraggeber der Kreativwirtschaft in Deutschland.
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