Sven Tritschler kritisiert Merz’ „Free Speech“-Äußerung im Kontext von „Jugend forscht“
Er sieht eine mögliche Bedrohung für freie Meinungsäußerung und Privatsphäre und verweist auf den Satz „Bitte komme mir keiner mit Free Spech“.

Der stellvertretende AfD-Bundessprecher Sven Tritschler hat die Äußerung von Bundeskanzler Friedrich Merz vor den Preisträgern des Wettbewerbs „Jugend forscht“ scharf kritisiert. Anlass ist der Satz „Bitte komme mir keiner mit Free Spech“, den Merz nach Angaben der Mitteilung in diesem Zusammenhang gesagt haben soll.
Tritschler erklärte dazu, mit der Forderung, der Staat müsse Bürger „vor falschen Informationen, vor persönlichen Herabsetzungen, vor Diskriminierung“ schützen, fordere der Kanzler nach seiner Einschätzung „nichts weniger als das Ende einer freiheitlichen Gesellschaft wie wir sie kennen“. Er fragte, wer darüber entscheide, ob eine Information richtig oder falsch sei, und sprach von einem möglichen „Wahrheitsministerium“.
Nach Darstellung Tritschlers müsse das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung auch im Internet und in den sozialen Medien uneingeschränkt gelten. Zudem verwies er darauf, dass die Privatsphäre in Deutschland gesetzlich geschützt sei und dazu auch der Name zähle, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen.
Besonders hob Tritschler nach eigenen Angaben hervor, dass Whistleblower und andere Hinweisgeber Informationen im Internet an die Allgemeinheit geben könnten müssen, ohne persönlich Schaden nehmen zu müssen.
Die Mitteilung wurde am 16.09.2026 um 11:14 Uhr aus Berlin verbreitet.
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