Deutsche Basketballerinnen verlieren Halbfinale der Frauen-WM gegen Frankreich
Ballverluste als Schlüsselpunkt – Ovationen für das Team vor dem Spiel um Bronze am Sonntag
Die deutschen Basketballerinnen haben das Halbfinale der Frauen-Weltmeisterschaft gegen Frankreich mit 64:86 verloren. Trotz der deutlichen Niederlage erhielt das DBB-Team nach dem Spiel Ovationen vom Publikum für eine insgesamt gute Leistung.
MagentaSport-Expertin Ireti Amojo erklärte die Niederlage vor allem mit den vielen Ballverlusten: „Vor allem die 24 Turnovers waren’s, die zu 30 Punkten für die französische Seite geführt haben. Damit kannst du gegen so eine gute Mannschaft nicht gewinnen.“
Spiel um Bronze am Sonntag
Für das deutsche Team ist die WM-Medaille dennoch weiter möglich. Am Sonntag spielt die Mannschaft ab 16 Uhr live bei MagentaSport gegen die Verliererinnen des zweiten Halbfinals zwischen den USA und Spanien um Platz 3. Bundestrainer Olaf Lange sagte dazu: „Natürlich haben wir eine Chance auf eine Medaille! Da hat auch keiner irgendwelche Zweifel.“
Auch Emma Eichmeyer blickte bereits auf die nächste Aufgabe: „Wir wollen noch mal allen beweisen, warum wir so weit gekommen sind. Dass das kein Wunder war. Wir machen Attacke.“
Stimmen nach dem Halbfinale
Bundestrainer Olaf Lange nannte die 24 Ballverluste den entscheidenden Faktor. „Völlig unnötig. Die Zahl 24 Turnover ist schon viel zu hoch. Aber vor allem: was für Turnover wir hatten. Die können wir uns nicht erlauben, um einen Gegner wie Frankreich mitzuhalten“, sagte er.
Emma Eichmeyer verwies auf die Athletik der Französinnen und die Atmosphäre in der Halle: „Frankreich hat eine Super-Athletik. Vor allem vor seiner Kulisse müssen wir aufpassen, dass nicht die Nerven durchbrennen. Das ist leider passiert.“
Alexandra Wilke betonte, dass die deutsche Mannschaft lange im Spiel gewesen sei: „Wir haben sehr, sehr lange mitgehalten. Wir haben in der Halbzeit gesagt: Hey Leute, wir sind voll im Spiel!“ Zugleich hob sie die Unterstützung der Fans hervor, die bis zum Schluss angefeuert hätten.
MagentaSport-Experte Per Günther ordnete das Ergebnis so ein: „Ich fand, Frankreich war in Summe 15 bis 20 Punkte besser. Es gibt wahnsinnig wenig Raum für Fehler für die deutsche Mannschaft.“ Gleichzeitig sagte er, die französische Mannschaft sei nicht unschlagbar.
Vorlauf und Einordnung
Vor dem Halbfinale hatte es einen „Legendenabend“ mit bekannten Größen des deutschen Frauen-Basketballs gegeben. Unter anderem äußerten sich Marlies Askamp, Anne Delafosse und Svenja Brunckhorst zur Entwicklung des Frauenbasketballs in Deutschland und zur Leistung des aktuellen Teams.
Auch Dirk Nowitzki hatte das Halbfinale im Vorfeld eingeordnet und die Entwicklung des Basketballs in Deutschland sowie die Atmosphäre in Berlin hervorgehoben. Bundestrainer Olaf Lange sagte vor dem Spiel, die deutsche Mannschaft sehe die Partie nicht als Druck, sondern als „Gelegenheit und als Möglichkeit“.
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