Bilger sieht beim Flussverkehr keinen Dissens, setzt auf Ausbau der Wasserstraßen
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger betont, eine Vertiefung allein könne keine Antwort sein und sagt, eine Autobahn-Maut werde derzeit nicht diskutiert.
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) sieht beim Thema Flussverkehr keinen Dissens mit seinem Kabinettskollegen, Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD). In der ARD-Talksendung „maischberger“ sagte Bilger, eine reine Vertiefung von Flüssen könne keine Antwort sein.
Die Sendung wird heute um 22:50 Uhr in Das Erste ausgestrahlt.
Bilger: Ausbau der Wasserstraßen soll weitergehen
Der Verkehrsminister betonte, es gehe nicht darum, die Flüsse einfach nur auszubaggern, damit Schiffe weiterfahren könnten und man erst in 20 Jahren auf die Folgen von Niedrigwasser schaue. Vielmehr gehe es um das, was Carsten Schneider ebenfalls benannt habe. So werde auch der Ausbau der Wasserstraßen in Deutschland gemacht, sagte Bilger.
Schneider hatte statt Vertiefungen einen Rückbau der Flüsse gefordert.
Keine Diskussion über Autobahn-Maut
Bilger stellte außerdem klar, dass eine Einführung einer Autobahn-Maut derzeit nicht diskutiert werde. Er werde zwar oft darauf angesprochen, sagte der Minister, aber es sei kein Auftrag, den er habe. Sein Auftrag sei es, die vielen Milliarden aus dem Sondervermögen in die Umsetzung zu bringen.
Bilger war von 2018 bis 2021 Parlamentarischer Staatssekretär unter dem damaligen Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU).
„maischberger“ ist eine Gemeinschaftsproduktion der ARD und wird vom WDR in Zusammenarbeit mit Vincent productions GmbH hergestellt.
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