AfD kritisiert Kurzbericht zu Wohlstandsverlusten ohne Zuwanderung
Stefan Möller weist die Darstellung des Instituts der deutschen Wirtschaft zurück und verweist auf weitere Untersuchungen

Der stellvertretende Bundessprecher der AfD, Stefan Möller, hat sich gegen Aussagen eines aktuellen Kurzberichts des Instituts der deutschen Wirtschaft gewandt. Nach Darstellung der Pressemitteilung behaupte das Institut wenige Wochen vor den Wahlen, dass ohne Zuwanderung Wohlstandsverluste im Osten drohten.
AfD weist Darstellung des Instituts zurück
Möller bezeichnete die Behauptung laut Mitteilung als Versuch eines auch aus Steuergeldern finanzierten Instituts, den etablierten Parteien im Wahlkampf gegen die AfD Schützenhilfe zu geben.
In der Mitteilung wird Möller mit der Aussage zitiert, dass nicht einmal die AfD beabsichtige, gut integrierte Beschäftigte mit ausländischer Staatsbürgerschaft abzuschieben. Zugleich erklärte er, die Zuwanderungspolitik der vergangenen zehn Jahre führe durch den Abfluss von Sozialleistungen an Ausländer zu einem massiven Wohlstandsverlust.
Verweis auf fehlende Berufsabschlüsse
Zur Begründung seiner Kritik verwies Möller nach Angaben der Pressemitteilung auf eine aktuelle Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung. Demnach hätten 2,76 Millionen junge Erwachsene bis 34 Jahre keinen Berufsabschluss.
Die Verantwortung für Nachwuchsprobleme in der deutschen Wirtschaft sieht Möller bei einer Politik, die sich dieses bildungs- und sozialpolitische Versagen zurechnen lassen müsse. Außerdem habe sie aus seiner Sicht ernstzunehmende Versuche verschlafen, durch Automatisierung die Wettbewerbsfähigkeit mit konkurrierenden Volkswirtschaften zu fördern.
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